Augsburg setzt Zeichen: 22-Millionen-Angebot für Claude-Maurice von Stuttgart abgelehnt
Ein Transferhammer, der nicht zündete – und das ganz bewusst: Der FC Augsburg hat ein Mega-Angebot in Höhe von 22 Millionen Euro vom VfB Stuttgart für seinen Mittelfeldmotor Claude Alexis-Maurice abgelehnt. Der 27-jährige Franzose bleibt somit vorerst bei den Fuggerstädtern – und wird weiter das Herzstück des Augsburger Spiels bilden.
Nach exklusiven Informationen des „Kicker“ ging das schriftliche Angebot aus Stuttgart bereits vor einigen Tagen im Büro von Sportdirektor Marinko Jurendic ein. Die Verantwortlichen des VfB hatten sich nach dem Abgang von Chris Führich zu Borussia Dortmund intensiv um einen neuen kreativen Offensivspieler bemüht – und stießen dabei auf Claude-Maurice, der in der vergangenen Saison mit 7 Toren und 11 Assists in der Bundesliga glänzte.
Doch Augsburg ließ sich nicht locken. Trotz der Rekordsumme, die das Angebot für den Klub bedeutet hätte, schob man dem Wechsel einen entschiedenen Riegel vor. Trainer Jess Thorup soll sich vehement gegen einen Verkauf ausgesprochen haben – für ihn ist Claude-Maurice „unersetzlich im aktuellen System“.
Symbolfigur des Umbruchs
Seit seinem Wechsel von OGC Nizza nach Augsburg im Sommer 2023 hat sich Claude-Maurice zur absoluten Führungsfigur entwickelt. Seine Spielintelligenz, enge Ballführung und sein Gespür für den tödlichen Pass machen ihn zu einem der begehrtesten offensiven Mittelfeldspieler der Bundesliga. Schon im Winter hatte es lose Anfragen aus der Premier League gegeben – doch nun war Stuttgart der erste Klub, der ein konkretes Angebot vorlegte.
„Wir sind stolz, dass sich Claude so stark mit unserem Verein identifiziert“, erklärte Jurendic auf der offiziellen Vereinsseite. „Natürlich prüfen wir jedes Angebot sorgfältig. Aber in diesem Fall war schnell klar: Claude ist sportlich zu wichtig. Er bleibt.“
Stuttgart reagiert enttäuscht – aber verständnisvoll
Beim VfB zeigt man Verständnis für die Entscheidung – auch wenn intern bereits Alternativen sondiert werden. „Wir wollten Claude unbedingt – er passt mit seiner Technik und Dynamik perfekt in unser Profil“, hieß es aus dem Umfeld des Vereins. „Aber Augsburg hat das gute Recht, seinen Schlüsselspieler zu halten.“
Zukunft bleibt offen
Ob Claude-Maurice langfristig in Augsburg bleibt, ist dennoch ungewiss. Sein Vertrag läuft noch bis 2027, doch mit jeder starken Leistung steigt sein Marktwert – und damit auch das Interesse der Topklubs. Insider vermuten, dass Augsburg intern auf eine mögliche Verlängerung mit Ausstiegsklausel hinarbeitet.
Bis dahin gilt: Der Spielmacher bleibt – sehr zur Freude der Augsburger Fans, die in den sozialen Medien mit dem Hashtag #MerciClaude ihre Begeisterung über den Verbleib ausdrücken. In einer Liga, in der Stars oft schnell weiterziehen, ist diese Entscheidung ein starkes Signal: Augsburg will nicht länger nur Ausbildungsverein sein – sondern angreifen.