„Er ist ein Magier!“ – Upamecano schwärmt von Michael Olise
München – In der Allianz Arena herrschte Gänsehautstimmung, als Michael Olise erneut seine Magie versprühte. Der 23-jährige Flügelspieler, der im Sommer 2025 für eine kolportierte Ablösesumme von 60 Millionen Euro von Crystal Palace zu Bayern München wechselte, sorgt seit Wochen für Aufsehen – auf und neben dem Platz. Einer, der ganz besonders von Olises Können begeistert ist, ist Innenverteidiger Dayot Upamecano.
„Er ist ein Magier! Was Michael mit dem Ball macht, ist einfach unglaublich. Ich bin wirklich glücklich, mit ihm in einem Team zu spielen – sowohl hier bei Bayern als auch in der Équipe Tricolore“, sagte Upamecano am Rande einer Pressekonferenz nach dem 4:1-Sieg gegen RB Leipzig, in dem Olise zwei Tore vorbereitete und eines selbst erzielte.
Die Szene, die an diesem Abend für kollektives Staunen sorgte: In der 63. Minute umspielte Olise mit einer einzigen Bewegung drei Leipziger Spieler an der Strafraumkante, legte den Ball mit einem gefühlvollen Außenristpass in den Lauf von Jamal Musiala, der eiskalt vollendete. Es war ein Moment, der selbst die erfahrensten Taktiker auf der Tribüne verstummen ließ.
Upamecano, der im Training regelmäßig gegen Olise antreten muss, verriet: „Ich habe gegen viele starke Spieler trainiert – Mbappé, Sané, Coman – aber Olise hat etwas Eigenes. Er sieht Räume, bevor sie überhaupt entstehen. Er ist ruhig, fast schüchtern abseits des Platzes, aber wenn er spielt, verwandelt er sich. Dann ist er wie ein Künstler, der auf einer Leinwand malt – nur dass seine Leinwand der Rasen ist.“
Seit seinem Wechsel nach München hat sich Olise schnell eingelebt. Trainer Vincent Kompany lobt nicht nur dessen fußballerische Fähigkeiten, sondern auch seinen Arbeitsethos: „Michael arbeitet hart, spricht mittlerweile fließend Deutsch und hat einen sehr guten Draht zu den Fans. Er bringt diese besondere Mischung aus Kreativität und Disziplin mit, die im modernen Fußball selten geworden ist.“
Auch in der französischen Nationalmannschaft hat Olise inzwischen seinen Platz gefunden. In der Nations League glänzte er zuletzt mit einem traumhaften Freistoß gegen Belgien. Für Upamecano ist klar: „Er ist die Zukunft unseres Landes. Wenn er verletzungsfrei bleibt, wird er bei der EM 2028 der Unterschiedsspieler sein.“
Die Euphorie rund um Olise ist in München mit Händen zu greifen. Trikotverkäufe mit der Nummer 11 schießen in die Höhe, Kinder imitieren seine Bewegungen auf den Bolzplätzen, und die Medien feiern ihn als „französischen Messi“. Für Upamecano ist das nur der Anfang: „Michael ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. Er ist ein Geschenk für den Fußball.“