Chabot rechtzeitig fit – Stuttgarts Lazarett lichtet sich vor dem Duell in Freiburg
Die Vorzeichen für das Baden-Württemberg-Duell könnten für den VfB Stuttgart kaum besser stehen: Eine Woche vor dem mit Spannung erwarteten Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg im Europa-Park Stadion meldet sich nicht nur Abwehrchef Jeff Chabot überraschend früh zurück – auch mehrere andere angeschlagene Spieler stehen wieder zur Verfügung. Das Team von Cheftrainer Sebastian Hoeneß geht mit nahezu voller Kaderstärke in den brisanten Vergleich.
Noch vor zwei Wochen sah die medizinische Abteilung des VfB einem nervösen Herbst entgegen. Chabot hatte sich beim Heimspiel gegen Union Berlin eine Muskelverhärtung im Oberschenkel zugezogen, bei Hiroki Ito gab es Sorgen um eine wiederkehrende Fußverletzung, während Enzo Millot mit Problemen an der Adduktorenmuskulatur kämpfte. Die Aussicht, auf drei Stammkräfte verzichten zu müssen, ließ die Alarmglocken im Neckarstadion schrillen.
Doch das Stuttgarter Rehazentrum leistete offenbar ganze Arbeit. „Jeff hat sich extrem professionell verhalten, jede Therapieeinheit mit 100 Prozent durchgezogen und ist schneller zurück als gedacht“, lobte Mannschaftsarzt Dr. Christian Hesse am Dienstag. Auch Ito absolvierte am Mittwoch wieder Teile des Mannschaftstrainings, während Millot am Donnerstag erstmals vollständig mit dem Team übte. Damit könnten alle drei Spieler für das Spiel am Samstag nominiert werden – eine fast schon luxuriöse Situation für Hoeneß.
„Natürlich ist es ein Kraftakt gewesen, aber wir haben eine enorme mentale Stärke in der Gruppe“, sagte der Trainer auf der Pressekonferenz am Freitagmorgen. „Wenn du siehst, wie ein Jeff Chabot sich durchbeißt, dann reißt das die ganze Mannschaft mit. Wir sind heiß auf das Spiel.“
Auch sportlich stehen die Zeichen gut: Der VfB Stuttgart rangiert nach sechs Spieltagen mit 13 Punkten auf Rang drei der Bundesliga-Tabelle und stellt mit Serhou Guirassy den derzeit treffsichersten Stürmer der Liga. Freiburg hingegen hatte zuletzt mit Formschwankungen zu kämpfen und steht unter Druck, vor heimischem Publikum zu punkten.
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Defensive der Stuttgarter liegen, die mit Chabot deutlich stabiler agiert. Der 25-jährige Innenverteidiger gilt als unverzichtbare Säule im Spielaufbau und in der Luft, seine Rückkehr verleiht der Viererkette neue Sicherheit. Sollte er in der Startelf stehen, wäre das nicht nur medizinisch ein kleines Wunder, sondern auch ein emotionales Signal an die Liga: Der VfB meint es ernst.
Ob Chabot wirklich von Beginn an spielt, ließ Hoeneß offen. Doch allein seine Anwesenheit im Kader sendet eine klare Botschaft: Stuttgart kommt mit voller Wucht nach Freiburg – und ist bereit für das nächste Kapitel seiner Erfolgsstory.