Neuer denkt an DFB-Comeback: Torwart-Legende offen für Rückkehr zur WM 2026
Die Torwartfrage beim DFB bekommt eine neue, spannende Wendung: Wie sein Berater Thomas Kroth gegenüber mehreren Medien bestätigte, kann sich Manuel Neuer eine Rückkehr zur deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft 2026 durchaus vorstellen – sofern Bundestrainer Julian Nagelsmann den Routinier nominiert.
Ein Signal mit Gewicht
„Manuel fühlt sich körperlich topfit, ist hoch motiviert und hätte große Lust, noch einmal auf der größten Bühne des Fußballs zu stehen“, sagte Kroth am Donnerstag gegenüber der Süddeutschen Zeitung. „Wenn der Bundestrainer anruft, wird er sich das sehr ernsthaft überlegen.“
Neuer, der inzwischen 39 Jahre alt ist, steht beim FC Bayern München trotz seines fortgeschrittenen Fußballer-Alters weiterhin zwischen den Pfosten und zeigte in den ersten Spielen der Saison 2025/26 beeindruckende Leistungen. Nach seiner schweren Beinverletzung im Winter 2022/23 kämpfte er sich mit eiserner Disziplin zurück – und ist heute wieder unumstrittene Nummer eins beim Rekordmeister.
Nagelsmann zögert, aber beobachtet
DFB-Coach Julian Nagelsmann, der Neuer aus gemeinsamen Bayern-Zeiten bestens kennt, reagierte zurückhaltend, aber nicht abweisend: „Ich schätze Manu menschlich und sportlich sehr. Wir sind im Austausch. Momentan liegt der Fokus auf der Nations League und der Entwicklung unserer jungen Torhüter – aber nichts ist ausgeschlossen.“
Tatsächlich gilt die Torwartposition beim DFB nach dem Rücktritt von Marc-André ter Stegen im Sommer 2025 als offen. Zwar hat der junge Alexander Nübel zuletzt starke Leistungen gezeigt, auch Kevin Trapp und Oliver Baumann sind noch im erweiterten Kreis – doch keiner hat sich endgültig als neue Nummer eins etabliert.
Neuer: „Es geht nicht um Eitelkeit“
In einem exklusiven Interview mit der Welt am Sonntag äußerte sich auch Neuer selbst zu den Gerüchten: „Wenn der Bundestrainer denkt, dass ich der Mannschaft helfen kann, dann stehe ich bereit. Es geht nicht um Ego oder Nostalgie – sondern um Leistung und Verantwortung.“ Er betonte zugleich, dass er sich nur als Teamspieler sieht: „Ich komme nur zurück, wenn ich gebraucht werde – nicht, um irgendjemandem den Platz wegzunehmen.“
Reaktionen aus dem Umfeld
Innerhalb des DFB wird Neuers Haltung zwiespältig aufgenommen. Ein Teil des Stabes begrüßt die Möglichkeit, einen erfahrenen Führungsspieler im Kader zu haben – gerade mit Blick auf eine junge Abwehrreihe um Bella-Kotchap, Netz und Thiaw. Andere fürchten, dass eine Rückkehr das Zeichen einer fehlenden Zukunftsvision sein könnte.
Fazit: Ein letztes Kapitel für die Legende?
Mit über 120 Länderspielen, einem Weltmeistertitel 2014 und etlichen DFB-Triumphen zählt Manuel Neuer längst zu den größten Torhütern der Fußballgeschichte. Ob er 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ein letztes Kapitel aufschlägt, liegt nun in den Händen des Bundestrainers – und in den Füßen seiner jüngeren Konkurrenten.
Fest steht: Das Thema Neuer ist zurück – und es wird heiß diskutiert.