Dortmunds Schlüsselentscheidung: Kehl spricht Klartext über auslaufende Verträge von Süle, Can und Brandt
Die Saison 2025/26 ist in vollem Gange, doch bei Borussia Dortmund werfen bereits jetzt die Personalentscheidungen für die kommende Spielzeit lange Schatten. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen die auslaufenden Verträge dreier Leistungsträger: Niklas Süle, Emre Can und Julian Brandt. Während die Mannschaft auf dem Rasen um die Tabellenspitze kämpft, wird hinter den Kulissen intensiv verhandelt – und Sportdirektor Sebastian Kehl hat nun erstmals offen über seine Strategie gesprochen.
„Wir sind uns der Bedeutung dieser Spieler bewusst – nicht nur sportlich, sondern auch menschlich“, erklärte Kehl im Interview mit dem fiktiven Sportmagazin Fußball Aktuell. „Doch wir müssen Entscheidungen treffen, die sowohl die kurzfristige als auch die langfristige Zukunft des Vereins im Blick behalten.“
Julian Brandt – das kreative Herz
Julian Brandt, seit 2019 im Verein, spielt unter dem neuen Trainer Xabi Alonso eine tragende Rolle im offensiven Mittelfeld. Mit sechs Toren und neun Assists in den ersten zehn Pflichtspielen der Saison zeigt der 29-Jährige, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
„Julian ist ein Spieler, der Spiele entscheiden kann“, sagt Kehl. „Natürlich wollen wir ihn halten. Aber es liegt auch an ihm: Will er den nächsten Schritt im Ausland wagen – oder bleibt er Teil unseres langfristigen Projekts?“ Laut Gerüchten soll der FC Barcelona Interesse signalisiert haben.
Emre Can – der Kämpfer und Kapitän
Der Fall Emre Can ist komplexer. Als Kapitän verkörpert er Mentalität und Führungsstärke, doch seine Leistungen schwanken. In der laufenden Saison ist der 31-Jährige mehrfach von Youngster Kjell Wätjen aus der Startelf verdrängt worden.
„Emre ist ein absoluter Leader – auf und neben dem Platz. Aber wir müssen ehrlich sein: Wir erwarten sportlich mehr“, so Kehl. Ob eine Vertragsverlängerung über 2026 hinaus in Frage kommt, bleibt offen. Ein leistungsbezogener Einjahresvertrag steht zur Diskussion.
Niklas Süle – ein Rätsel in der Abwehr
Niklas Süle sorgt derzeit für die größte Ungewissheit. Nach einer starken WM 2022 und einer ordentlichen ersten Saisonhälfte 2024/25 ist der Verteidiger aktuell nur zweite Wahl hinter Schlotterbeck und dem neuen französischen Talent Léonard Diarra.
„Niklas hat das Potenzial zum Abwehrchef – aber das muss er auch dauerhaft zeigen“, betont Kehl. „Wir führen ehrliche Gespräche. Wenn er bleiben will, muss er sich auf und neben dem Platz voll einbringen.“
Die Uhr tickt
Bis zum Winter sollen erste Entscheidungen fallen. Kehl betont, dass Dortmund nicht in die Position kommen will, Spieler ablösefrei zu verlieren. Doch die sportliche Leitung will sich nicht unter Druck setzen lassen.
„Wir verhandeln mit Respekt, aber auch mit Klarheit. Unser Ziel ist es, mit Spielern zu verlängern, die hundert Prozent für Borussia geben – nicht nur in Worten, sondern in Leistung.“
Wie sich das Trio entscheidet, könnte nicht nur die Kaderplanung, sondern auch die Hierarchie im Team nachhaltig beeinflussen. Klar ist: In Dortmund steht ein Winter der Weichenstellungen bevor.