FC Bayern: Kompany fordert Gehaltserhöhung – Vorstand ringt um Entscheidung
München – Beim FC Bayern München brodelt es hinter den Kulissen. Cheftrainer Vincent Kompany, der erst im Sommer 2025 überraschend vom englischen Zweitligisten FC Burnley an die Säbener Straße wechselte, soll laut internen Quellen eine deutliche Gehaltserhöhung gefordert haben. Die Vereinsführung zeigt sich zwar gesprächsbereit, aber auch vorsichtig – denn die Forderung kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt.
Nach einem durchwachsenen Start in die Bundesliga-Saison, bei dem der Rekordmeister in den ersten sieben Spielen nur drei Siege einfahren konnte, steht Kompany bereits unter einem gewissen Druck. Dennoch betont der Belgier in internen Gesprächen, dass er langfristig ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte aufschlagen wolle – mit einem modernen, dynamischen Fußballstil und einer mutigen Einbindung junger Talente aus der Jugendakademie.
Laut gut informierten Kreisen aus dem Umfeld des Vereins beläuft sich Kompanys aktuelles Jahresgehalt auf rund 6,5 Millionen Euro – deutlich weniger als das seiner Vorgänger Julian Nagelsmann oder Thomas Tuchel. Nun fordert der 39-Jährige eine Erhöhung auf etwa 9 Millionen Euro jährlich, begründet mit seiner “strategischen Vision für die nächsten fünf Jahre”, seinem internationalen Profil sowie dem gestiegenen medialen Druck, den die Bayern-Trainerrolle mit sich bringt.
Die Vereinsbosse um Präsident Herbert Hainer, CEO Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl stehen nun vor einer komplexen Entscheidung. Einerseits schätzen sie Kompanys frischen Ansatz und seine ruhige, analytische Art, den Klub zu führen. Andererseits war die Verpflichtung des Belgiers ein kalkuliertes Risiko – und die sportliche Bilanz bislang nicht eindeutig überzeugend.
Ein Insider aus dem Aufsichtsrat wird mit den Worten zitiert:
“Kompany hat Potenzial, das ist klar. Aber wir zahlen keine Zukunftsversprechen – wir bezahlen Ergebnisse.”
Dennoch heißt es aus dem Umfeld des Trainers, dass die Gespräche „konstruktiv und respektvoll“ verlaufen. Kompany selbst soll gegenüber seinem engsten Trainerstab betont haben, dass es ihm nicht primär um das Geld gehe, sondern um „Anerkennung und Wertschätzung seiner langfristigen Vision“.
Die Fans sind indes gespalten. Während ein Teil die Forderung für verfrüht hält, sehen andere in Kompany den richtigen Mann für den Neuaufbau des Vereins nach Jahren der Instabilität an der Seitenlinie.
Eine Entscheidung über die Gehaltserhöhung wird laut „SportBild“ in den kommenden Wochen erwartet – möglicherweise im Zuge der nächsten Vorstandssitzung Anfang Oktober. Sollte es zu keiner Einigung kommen, wäre das zwar kein sofortiges Ende der Zusammenarbeit, aber ein möglicher erster Riss in einer noch jungen Partnerschaft.
Klar ist: Die Personalie Kompany entwickelt sich zu einem Brennpunkt im inneren Gefüge des FC Bayern – mit ungewissem Ausgang.