Bayern München lehnt späten Leih-Versuch von Juventus Turin für Sacha Boey ab
Am letzten Tag des Sommertransferfensters 2025 kam es zu einem kurzen, aber intensiven Transferpoker zwischen zwei europäischen Fußballgiganten. Juventus Turin versuchte mit einem späten Angebot, den französischen Außenverteidiger Sacha Boey vom FC Bayern München auf Leihbasis zu verpflichten – doch der deutsche Rekordmeister ließ sich nicht beirren und erteilte dem Vorstoß eine klare Absage.
Laut internen Quellen aus dem Umfeld des FC Bayern traf das Angebot der Italiener nur wenige Stunden vor Schließung des Transferfensters an der Säbener Straße ein. Juventus, das nach einer Verletzung von Stammverteidiger Danilo dringend nach Verstärkung suchte, wollte Boey zunächst bis zum Saisonende ausleihen. Im Paket enthalten war eine nicht bindende Kaufoption von rund 20 Millionen Euro – ein Betrag, den die Bayern als deutlich zu niedrig betrachteten. Immerhin hatte man Boey im Januar 2024 für rund 30 Millionen Euro von Galatasaray verpflichtet, mit dem klaren Ziel, ihn langfristig aufzubauen.
Trotz seiner verletzungsgeplagten ersten Monate in München sieht die sportliche Führung in Boey nach wie vor einen wichtigen Bestandteil für die Zukunft. Der 24-Jährige, der nach einer monatelangen Muskelverletzung kürzlich wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, genießt das Vertrauen von Trainer Vincent Kompany. Dieser soll intern deutlich gemacht haben, dass Boey nicht nur als Kaderspieler, sondern als ernsthafte Option für die Startelf eingeplant ist.
„Sacha bringt alles mit, was wir auf der rechten Seite brauchen: Tempo, Aggressivität, Tiefe im Spiel – und vor allem Ehrgeiz“, sagte ein Klubinsider. „Er hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er bereit ist, sich zurückzukämpfen. Wir geben ihn nicht ab, schon gar nicht auf Leihbasis.“
Auch Boey selbst soll wenig Interesse an einem kurzfristigen Wechsel gezeigt haben. Der Franzose, der sich in München bereits gut eingelebt hat, arbeitet intensiv an seiner Fitness und will sich bei den Bayern durchsetzen. Nach Informationen aus Spielerkreisen hätte ein Wechsel nach Turin seine Entwicklung eher gehemmt als gefördert.
Juventus Turin reagierte enttäuscht, aber verständnisvoll auf die Absage. Trainer Thiago Motta hatte Boey als ideales Puzzlestück für sein flexibles Defensivsystem gesehen, musste aber einsehen, dass der Deal zu kurzfristig angesetzt war. Berichten zufolge sondieren die Italiener nun Alternativen in der Serie A.
Die Absage an Juventus ist für die Bayern auch ein klares Statement: Man lässt sich nicht zu überstürzten Entscheidungen drängen, schon gar nicht unter Zeitdruck. Boey bleibt – und mit ihm die Hoffnung, dass er in dieser Saison endlich sein ganzes Potenzial zeigen kann. Sollte er fit bleiben, könnte er sich als einer der Gewinner der Saison 2025/26 entpuppen. Juventus wird wohl erst im Winter eine neue Chance bekommen – wenn überhaupt.