Salih Özcan vor Wechsel nach Istanbul? BVB-Ausbootung sorgt für Spekulationen
Nach der überraschenden Nichtberücksichtigung von Salih Özcan im 23-Mann-Kader von Borussia Dortmund für die UEFA Champions League kochen die Gerüchte über einen möglichen Abschied des Mittelfeldspielers hoch. Türkische Medien berichten übereinstimmend, dass mehrere Topklubs aus Istanbul – darunter Galatasaray, Fenerbahçe und Besiktas – ein Auge auf den Deutsch-Türken geworfen haben.
Der 27-jährige Özcan, der 2022 vom 1. FC Köln zum BVB wechselte, galt zunächst als verlässlicher Abräumer im defensiven Mittelfeld. Besonders unter Edin Terzić zeigte er in der Saison 2022/23 phasenweise starke Leistungen. Doch mit der Verpflichtung von Felix Nmecha und der Rückkehr von Emre Can in die Stammelf rückte Özcan zunehmend ins zweite Glied. Die Champions-League-Ausbootung scheint nun der Tiefpunkt seiner bisherigen Dortmunder Zeit zu sein.
Insider berichten, dass Özcan über die Entscheidung enttäuscht sei, vor allem weil er sich in der Saisonvorbereitung stark verbessert und körperlich in Topform präsentiert habe. In internen Gesprächen habe der türkische Nationalspieler deutlich gemacht, dass er regelmäßige Einsatzzeiten brauche – auch im Hinblick auf die EM 2024, für die er sich erneut empfehlen möchte.
Besonders Galatasaray scheint an einer Verpflichtung interessiert zu sein. Trainer Okan Buruk soll persönlich Kontakt zum Spieler aufgenommen haben. Der türkische Meister sucht nach einem erfahrenen Sechser mit internationaler Erfahrung, der das zentrale Mittelfeld stabilisieren kann. Auch Fenerbahçe, das unter Trainer José Mourinho ambitionierte Ziele verfolgt, hat Özcan auf der Liste. Laut Berichten könnte ein Leihgeschäft mit Kaufoption eine mögliche Lösung sein, zumal Dortmund dem Spieler keine Steine in den Weg legen wolle.
Sportdirektor Sebastian Kehl äußerte sich zurückhaltend: „Wir haben einen sehr breiten Kader und mussten harte Entscheidungen treffen. Salih ist ein wichtiger Teil der Mannschaft, aber der Wettbewerb ist groß.“ Hinter vorgehaltener Hand heißt es jedoch, dass man bei einem passenden Angebot gesprächsbereit sei.
Ein Wechsel nach Istanbul könnte für Özcan auch emotional ein Neuanfang sein. Der in Köln geborene Sohn türkischer Eltern hat stets betont, wie stolz er auf seine Wurzeln ist. Ein Wechsel in die Süper Lig – insbesondere zu einem der großen Istanbuler Klubs – wäre nicht nur sportlich, sondern auch kulturell reizvoll.
Die nächsten Tage dürften Klarheit bringen. Das Transferfenster in der Türkei ist noch bis zum 8. September geöffnet – genug Zeit also für eine späte, aber möglicherweise wegweisende Entscheidung in der Karriere von Salih Özcan.