Bayern München weist späten Leih-Vorstoß von Juventus für Sacha Boey entschieden zurück
München, Anfang September 2025 – In einer turbulenten Schlussphase des Sommertransferfensters versuchte Juventus Turin in letzter Minute, den französischen Rechtsverteidiger Sacha Boey von Bayern München per Leihe zu verpflichten. Doch der deutsche Rekordmeister erteilte dem Vorstoß der Italiener eine klare Absage – aus sportlichen und strategischen Gründen.
Nach Informationen aus vereinsnahen Kreisen legte Juve am 30. August, nur zwei Tage vor Transferschluss, ein offizielles Leihangebot mit Kaufoption für den 24-jährigen Franzosen vor. Die Offerte beinhaltete eine Leihgebühr von 2,5 Millionen Euro sowie eine spätere Kaufoption in Höhe von 18 Millionen Euro. Juventus wollte damit auf die anhaltenden Verletzungsprobleme auf der rechten Abwehrseite reagieren, nachdem Stammspieler Danilo weiterhin ausfällt.
Sacha Boey, der erst im Januar 2024 für rund 30 Millionen Euro von Galatasaray nach München gewechselt war, kämpft seit Monaten mit kleineren Verletzungen und konnte sich bislang noch nicht dauerhaft in die Startelf von Trainer Vincent Kompany spielen. Dennoch sieht man bei den Bayern großes Potenzial in ihm – sowohl sportlich als auch marktwerttechnisch.
Bayerns Sportdirektor Christoph Freund ließ intern wie extern keine Zweifel aufkommen: „Sacha ist Teil unserer langfristigen Planung. Wir glauben an seine Qualität und arbeiten daran, ihn vollständig zu integrieren. Ein Leihgeschäft stand für uns zu keiner Zeit zur Diskussion.“
Auch Kompany äußerte sich nach dem 3:1-Sieg gegen Mainz zu dem Thema: „Manchmal ist Geduld gefragt. Sacha hat im Training gezeigt, wie viel er der Mannschaft geben kann. Für uns wäre es ein falsches Signal gewesen, ihn abzugeben.“
Insider berichten, dass Boey selbst zunächst gespalten war. Einerseits reizte ihn die Aussicht auf regelmäßige Einsätze bei einem europäischen Topklub wie Juventus. Andererseits verspürte er großes Vertrauen seitens der Bayern-Verantwortlichen und wollte sich unbedingt in München durchsetzen. Letztlich akzeptierte er die Entscheidung des Klubs, auch weil ihm intern eine realistische Perspektive für die kommenden Monate aufgezeigt wurde.
Juventus reagierte enttäuscht, jedoch mit Verständnis. Ein Funktionär aus Turin soll gesagt haben: „Wir wussten, dass es spät ist. Aber es war ein Versuch wert. Spieler wie Boey sind schwer zu bekommen – vor allem auf den letzten Drücker.“
Mit dem geplatzten Transfer endet ein kleines Transferdrama, das noch einmal unterstreicht, wie begehrt Boey trotz seiner Verletzungshistorie ist. Für Bayern hingegen ist die Botschaft klar: Man will mit ihm planen – nicht nur als Backup, sondern mittelfristig als festen Bestandteil der ersten Elf.
Die kommenden Wochen könnten für Boey also richtungsweisend werden. Bleibt er fit, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis er sich einen Stammplatz in der Defensive der Münchner sichert – und beweist, dass Bayerns Entscheidung gegen Juventus goldrichtig war.