Deutschland meldet sich eindrucksvoll zurück: 3:1-Sieg gegen Nordirland
Nach einer Phase voller Zweifel und Kritik fand die deutsche Nationalmannschaft am Sonntagabend im Rhein-Energie-Stadion in Köln zurück zu alter Stärke. Mit einem überzeugenden 3:1-Erfolg gegen Nordirland setzte das DFB-Team ein klares Zeichen – und beendete damit eine schmerzhafte Serie von drei aufeinanderfolgenden Niederlagen in der WM-Qualifikation.
Bundestrainer Julian Nagelsmann stand vor dem Spiel unter enormem Druck. Die Medien zweifelten offen an seiner Taktik, die Fans forderten eine Reaktion, und selbst innerhalb des Teams hatte sich zuletzt Unsicherheit breitgemacht. Doch an diesem kühlen Septemberabend ließ Deutschland keinen Zweifel daran, dass sie den Kampf um das WM-Ticket noch lange nicht aufgegeben haben.
Von Beginn an zeigte sich die Mannschaft konzentriert, aggressiv und deutlich strukturierter als in den vergangenen Spielen. Bereits in der 12. Minute brachte Jamal Musiala das DFB-Team mit einem platzierten Schuss ins lange Eck in Führung – nach einem sehenswerten Doppelpass mit Kai Havertz. Der frühe Treffer schien wie eine Befreiung zu wirken: Das Spiel der Deutschen wurde schneller, mutiger und ideenreicher.
Doch Nordirland blieb gefährlich. In der 32. Minute nutzte Josh Magennis einen Abstimmungsfehler zwischen Antonio Rüdiger und Torhüter Ter Stegen eiskalt aus und traf zum überraschenden 1:1-Ausgleich. Das Publikum verstummte kurz – Erinnerungen an die jüngsten Rückschläge wurden wach. Doch anders als zuletzt zeigte das deutsche Team diesmal Reife und Widerstandskraft.
Nur sechs Minuten später stellte Ilkay Gündogan die Führung wieder her. Nach einer präzisen Ecke von Joshua Kimmich stieg der Mittelfeldstratege am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar ins Netz. Die Erleichterung auf den Rängen war förmlich greifbar – ebenso wie die Entschlossenheit auf dem Platz.
In der zweiten Halbzeit kontrollierte Deutschland das Geschehen zunehmend. Die Nordiren wirkten bemüht, aber ideenlos. In der 67. Minute sorgte der eingewechselte Leroy Sané schließlich für die Entscheidung: Nach einem schnellen Konter über die rechte Seite schloss er mit einem wuchtigen Schuss ins kurze Eck zum 3:1 ab.
Die letzten zwanzig Minuten verwaltete Deutschland souverän – erstmals seit Wochen mit sichtbarer Ruhe und Selbstvertrauen. Nach dem Abpfiff fiel nicht nur den Spielern ein Stein vom Herzen. Die Fans feierten den Sieg mit Applaus und Sprechchören, während Nagelsmann sichtbar erleichtert seine Spieler umarmte.
Dieser Sieg war mehr als nur drei Punkte. Es war ein Statement. Ein Lebenszeichen. Und vielleicht der Wendepunkt auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2026.