Jamal Musiala spricht offen über seinen Comeback-Plan: „Ich werde stärker zurückkommen“
Nach Monaten der Stille meldet sich Jamal Musiala zurück – nicht auf dem Platz, sondern mit ehrlichen Worten über seinen Weg zurück ins Team. Der 22-jährige Offensivspieler des FC Bayern München, der seit März 2025 wegen einer hartnäckigen Muskel-Sehnen-Verletzung im Oberschenkel ausfällt, hat in einem Interview mit dem vereinseigenen Magazin “Bayern Inside“ erstmals offen über seine Reha, seine Rückschläge und seinen Comeback-Plan gesprochen.
„Es war die schwerste Zeit meiner Karriere“, gesteht Musiala. „Nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ich liebe es, Fußball zu spielen – und plötzlich ist alles still. Kein Training, keine Spiele, kein Adrenalin.“
Die Verletzung, die sich Musiala im Champions-League-Achtelfinale gegen Atlético Madrid zuzog, war schwerwiegender als zunächst angenommen. Ein Sehnenschaden im hinteren Oberschenkel erforderte nicht nur wochenlange Behandlung, sondern auch eine mehrstufige Reha in München und später in einem spezialisierten Reha-Zentrum in Salzburg.
„Es gab Momente, in denen ich gezweifelt habe“, gibt Musiala zu. „Du fragst dich, ob du je wieder auf deinem alten Level spielen kannst. Aber dann erinnerst du dich daran, wer du bist – und wofür du arbeitest.“
Sein Comeback-Plan ist klar strukturiert. Derzeit befindet sich Musiala in der dritten Phase seiner Reha – dem individuellen Technik- und Koordinationstraining. „Ich bin fast täglich an der Säbener Straße, arbeite mit unseren Physios und dem Athletikteam. Wir steigern die Belastung Woche für Woche.“ Ziel sei es, Anfang Dezember 2025 wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen – mit einem möglichen Comeback im letzten Bundesliga-Spiel vor der Winterpause.
Trainer Vincent Kompany verfolgt Musialas Entwicklung eng: „Wir vermissen ihn natürlich sehr. Jamal ist nicht nur einer der talentiertesten Spieler Europas, sondern auch ein ruhiger Führungsspieler, der unser Spiel mit seiner Kreativität prägt.“
Auch die Mannschaft steht hinter ihrem Teamkollegen. „Jamal ist ein Kämpfer“, sagt Leroy Sané. „Er arbeitet wie ein Profi, macht keinen Druck, aber du spürst: Er will zurück – unbedingt.“
Musiala selbst betont, dass er aus der Zeit gelernt habe. „Ich habe verstanden, wie wichtig Geduld ist. Und dass der Körper manchmal seine eigene Sprache spricht. Ich will kein Risiko eingehen, ich will 100 Prozent fit zurückkommen – und dann das Trikot mit Stolz tragen.“
Für die Fans, die Musiala seit Monaten schmerzlich vermissen, klingt das wie Musik in den Ohren. Ein gesund zurückkehrender Musiala könnte im Frühjahr 2026 genau der Impuls sein, den der FC Bayern im Kampf um nationale und internationale Titel braucht.
„Ich komme zurück“, sagt Musiala zum Schluss mit einem Lächeln. „Und wenn ich zurück bin, dann besser denn je.“