„Wir sind die wahren Gewinner“ – Hoeneß über Bayerns Transfersommer
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Kultsendung „Doppelpass“ auf Sport1 war Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, einer der prominentesten Gäste auf dem Podium. Mit gewohnt markanten Worten und spürbarer Leidenschaft analysierte Hoeneß nicht nur den Status quo seines Herzensvereins, sondern auch das Geschehen auf dem Transfermarkt – und ließ dabei keinen Zweifel an seiner Überzeugung: „Wir sind die wahren Gewinner dieses Sommers.“
Bereits zu Beginn der Sendung machte Hoeneß klar, dass es ihm nicht darum gehe, mit astronomischen Summen um sich zu werfen, sondern strategisch klug und nachhaltig zu handeln. „Wir haben gelernt, dass Geld allein keine Titel garantiert“, sagte er und spielte damit deutlich auf Vereine wie Paris Saint-Germain oder Chelsea an, die trotz massiver Investitionen hinter den Erwartungen zurückblieben.
„Wir haben uns auf Qualität statt Quantität konzentriert“, betonte Hoeneß. Dabei hob er insbesondere die Verpflichtungen von Hiroki Ito und João Palhinha hervor – zwei Spieler, die laut Hoeneß nicht nur fußballerisch, sondern auch charakterlich hervorragend ins Münchner Gefüge passen. „Palhinha ist ein Kämpfer, ein Mentalitätsspieler – genau das, was wir gebraucht haben“, so der Ehrenpräsident. Besonders lobte er, dass Sportvorstand Max Eberl mit kühlem Kopf und Weitsicht agiert habe: „Der Max hat gezeigt, dass er das Bayern-Gen versteht.“
Auf die Kritik, dass kein sogenannter „Superstar“ verpflichtet wurde, reagierte Hoeneß gelassen. „Wir haben einen Harry Kane, einen Leroy Sané, einen Musiala – wir brauchen nicht jedes Jahr einen Namen für 100 Millionen.“ Vielmehr sehe man beim FC Bayern den langfristigen Aufbau im Fokus. Auch der neue Trainer Vincent Kompany wurde von Hoeneß in Schutz genommen. „Lasst den Jungen arbeiten. Er bringt neue Ideen, frischen Wind – genau das, was wir brauchen nach der letzten Saison.“
Einen Seitenhieb konnte er sich dennoch nicht verkneifen: „Wenn ich sehe, was andere Klubs ausgeben und dann trotzdem in der Europa League landen, dann weiß ich: Wir haben alles richtig gemacht.“ Die Zuschauer im Studio applaudierten, einige lachten – Hoeneß war in seinem Element.
Zum Abschluss richtete er den Blick auf die kommenden Monate: „Die Mannschaft ist hungrig, der Trainer ist motiviert, und der Verein steht geschlossen hinter dem Kurs.“ Es klang wie ein Versprechen – und wie eine Warnung an die Konkurrenz.
Ob der FC Bayern München in der Saison 2025/26 tatsächlich wieder zur alten Dominanz zurückfindet, bleibt abzuwarten. Doch wenn man Uli Hoeneß Glauben schenkt, dann stehen die Zeichen auf Sturm – im positiven Sinne.