Deschamps lobt Olise nach überzeugendem Auftritt gegen die Ukraine: „Er bringt unserer Équipe enorm viel“
Nach dem überzeugenden 3:1-Sieg der französischen Nationalmannschaft gegen die Ukraine sprach Trainer Didier Deschamps im Interview mit TF1 offen über die Leistung des Neuzugangs Michael Olise – und geriet dabei regelrecht ins Schwärmen. Der 23-jährige Flügelspieler, der kürzlich seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, künftig für Frankreich aufzulaufen, überzeugte bei seinem Startelfdebüt auf ganzer Linie.
„Michael bringt unserer Équipe enorm viel – mit seiner Kreativität, seiner Ruhe am Ball und dem unvorhersehbaren Element in seinem Spiel“, erklärte Deschamps. „Man merkt sofort, dass er im Eins-gegen-Eins etwas Besonderes ist. Solche Spieler sind in internationalen Turnieren Gold wert.“
Olise, der sowohl für England als auch für Nigeria hätte spielen können, entschied sich im Sommer 2025 für das französische Nationalteam – ein Prestigeerfolg für Deschamps, der in einem monatelangen Gesprächsprozess den talentierten Offensivspieler von der französischen Vision überzeugen konnte. Gegen die Ukraine zahlte sich dieses Vertrauen aus: Olise bereitete den Führungstreffer durch Kylian Mbappé in der 18. Minute mit einem eleganten Dribbling und einem punktgenauen Pass vor.
Doch nicht nur offensiv setzte Olise Akzente. Auch in der Rückwärtsbewegung zeigte er sich diszipliniert, schloss Passwege und half in der Balleroberung. „Viele sehen nur seine Technik“, meinte Deschamps, „aber was mich beeindruckt hat, ist seine Arbeitsrate. Er hat sich nahtlos in unser System eingefügt, als wäre er schon seit Jahren dabei.“
Der Auftritt Olises sorgte auch bei den Fans im Stade de France für Begeisterung. Immer wieder brandete Applaus auf, wenn der Linksfuß mit kurzen Tempowechseln und überraschenden Pässen das ukrainische Mittelfeld auseinandernahm. Besonders bemerkenswert: Olise wirkte in keiner Sekunde nervös. Im Gegenteil – mit einer fast schon lässigen Selbstverständlichkeit übernahm er Verantwortung, forderte Bälle und organisierte phasenweise sogar das Spiel aus der Tiefe.
Die französische Presse feierte ihn am Morgen danach als „neues kreatives Herz der Bleus“. Für Deschamps ist es dennoch kein Anlass zur Euphorie: „Michael hat enormes Potenzial, aber er steht noch am Anfang. Er muss weiter hart arbeiten, um auf diesem Niveau zu bleiben. Doch ich habe keinen Zweifel daran, dass er eine wichtige Rolle in unserer Zukunft spielen wird.“
Mit Blick auf die anstehende Nations-League-Phase und die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2026 scheint klar: Michael Olise ist mehr als nur eine Option – er ist bereits jetzt ein Fixpunkt in der neuen französischen Offensive. Deschamps’ Lob wirkt daher nicht wie PR, sondern wie die sachliche Einschätzung eines Trainers, der weiß, dass ihm ein seltener Rohdiamant zur Ver
fügung steht.