Jakub Kamiński will dauerhaft für den 1. FC Köln spielen – Wolfsburg-Leihgabe hofft auf festen Wechsel
Jakub Kamiński hat klare Vorstellungen von seiner sportlichen Zukunft – und die sieht er nicht mehr bei seinem Stammverein VfL Wolfsburg. Der polnische Flügelspieler, der derzeit auf Leihbasis für den 1. FC Köln spielt, hat sich nach Informationen aus dem Vereinsumfeld eindeutig positioniert: Er möchte dauerhaft ein Geißbock werden.
Seit seinem Wechsel in die Domstadt im Sommer zeigte Kamiński auf dem Platz eine auffällige Entwicklung. Mit seinem schnellen Antritt, seiner Dribbelstärke und seinem unermüdlichen Einsatz hat er sich innerhalb weniger Wochen in die Herzen der Kölner Fans gespielt. In bislang 24 Pflichtspielen erzielte er vier Tore und bereitete sechs weitere vor – Zahlen, die sich in einem Team, das sich in einer sportlich herausfordernden Situation befindet, mehr als sehen lassen können.
„Ich fühle mich hier unglaublich wohl. Die Fans, die Stadt, die Mannschaft – das passt alles zu mir“, erklärte Kamiński nach dem jüngsten Heimspiel in einem Interview. „Natürlich würde ich gerne bleiben. Ich denke, dass ich hier den nächsten Schritt in meiner Karriere machen kann.“
Die sportliche Führung des 1. FC Köln ist sich der Bedeutung des 22-Jährigen für die Mannschaft bewusst. Intern soll bereits über eine mögliche Verpflichtung gesprochen worden sein. Allerdings könnte sich ein permanenter Wechsel als kompliziert erweisen. Wolfsburg hatte Kamiński 2022 für rund 10 Millionen Euro von Lech Posen verpflichtet – und der Vertrag des Polen läuft bei den Wölfen noch bis 2026. Eine feste Verpflichtung würde also eine hohe Ablösesumme erfordern, die für den finanziell angespannten 1. FC Köln schwer zu stemmen wäre.
Trotzdem soll es bereits Gespräche zwischen den beiden Klubs geben. Eine Verlängerung der Leihe mit anschließender Kaufoption oder eine Ratenzahlung über mehrere Jahre stehen dem Vernehmen nach im Raum. Auch Kamińskis Bereitschaft, auf Teile seines Gehalts zu verzichten, um den Wechsel möglich zu machen, soll ein Thema sein.
Trainer Timo Schultz lobt seinen Schützling in höchsten Tönen: „Jakub bringt genau das mit, was wir brauchen – Tempo, Wille, Technik. Er ist ein Spieler, der den Unterschied machen kann, und er identifiziert sich mit dem Verein. Solche Typen wollen wir hier halten.“
Für die Fans des FC ist Kamiński längst mehr als nur ein Leihspieler – er verkörpert den Kampfgeist, den sie sich auf dem Rasen wünschen. Transparente mit der Aufschrift „Kamiński bleiben!“ wurden bereits beim letzten Heimspiel gesichtet.
Ob es dem FC gelingt, den polnischen Nationalspieler dauerhaft an den Klub zu binden, wird auch davon abhängen, wie die kommenden Wochen verlaufen – sportlich wie wirtschaftlich. Klar ist jedoch: Der Wille ist da – bei Spieler, Verein und Fans. Nun liegt es an den Verantwortlichen, aus dem Wunsch Real
ität zu machen.