“Viele reden, aber wenige sagen die Wahrheit” – Diomansy Kamara mit Seitenhieb auf Hoeneß?
Es war ein Satz, der in der Fußballwelt wie ein Donnerschlag hallte: „Viele reden, aber wenige sagen die Wahrheit.“ Mit diesen Worten meldete sich Diomansy Kamara, der Berater von Chelsea-Stürmer Nicolas Jackson, in den sozialen Netzwerken zu Wort – und ließ damit kaum Zweifel daran, wen er meinte: Uli Hoeneß.
Hintergrund war ein Interview, das der Ehrenpräsident des FC Bayern München am Rande eines Sponsorenevents in München gegeben hatte. Darin behauptete Hoeneß, dass die vermeintliche Kaufpflicht für Nicolas Jackson in Höhe von 35 Millionen Euro nur dann greife, wenn der Spieler in der laufenden Saison mindestens 40 Pflichtspiele in der Startelf stehe. Eine Bedingung, die im modernen Spitzenfußball zwar nicht völlig ungewöhnlich ist, aber dennoch Fragen aufwarf – vor allem angesichts der Tatsache, dass Jackson bereits 27 Einsätze verzeichnet hat und die Saison noch lang ist.
Kamara, früher selbst Bundesliga-Profi und mittlerweile als Spielerberater in der europäischen Szene bekannt, ließ die Aussagen nicht unkommentiert. In einem Interview mit dem fiktiven französischen Sportsender Sport24 Afrique äußerte er sich deutlich:
„Wenn man über Verträge spricht, sollte man bei den Fakten bleiben. Ich kann bestätigen: Es gibt keine solche Klausel mit 40 Startelfeinsätzen. Chelsea hat klare Bedingungen mit dem abgebenden Klub vereinbart – die Kaufpflicht ist leistungsbezogen, ja, aber nicht an eine solch willkürliche Zahl geknüpft.“
In den sozialen Medien folgte der bereits zitierte Satz: „Beaucoup parlent, mais peu disent la vérité“ – viele reden, aber wenige sagen die Wahrheit.
Ein klarer Seitenhieb auf Hoeneß? Fußball-Deutschland ist sich einig: Ja. Besonders in München sorgt die Reaktion für Stirnrunzeln. In internen Kreisen sei man, so berichtet Kicker Insider, „nicht besonders erfreut über die direkte und öffentliche Konfrontation durch Jacksons Lager“. Man habe auf eine diskretere Klärung gesetzt.
Doch Kamara bleibt hart. „Es geht um den Ruf meines Klienten. Wenn Falschinformationen verbreitet werden, muss man reagieren – ruhig, aber bestimmt.“
Auch Chelsea-Coach Mauricio Pochettino äußerte sich auf Nachfrage zurückhaltend, aber vielsagend: „Jackson ist ein sehr talentierter Spieler, und wir planen langfristig mit ihm. Über Vertragsdetails spreche ich nicht – das überlasse ich den Klubs und Agenten.“
Ob Uli Hoeneß auf diese Aussagen reagieren wird, bleibt abzuwarten. Bekannt für seine direkte Art, könnte er versuchen, die Wogen zu glätten – oder die Debatte weiter anheizen.
Fest steht: Der Transfer von Nicolas Jackson bleibt ein heißes Thema. Und in einem Geschäft, in dem Worte oft schwerer wiegen als Tore, ist es manchmal eine einzige Zeile auf Social Media, die alles verändert.