Openda statt Jackson? Bayern München richtet Blick auf Leipziger Torjäger
Die Gerüchteküche brodelt in München: Nachdem der angestrebte Leih-Transfer von Nicolas Jackson vom FC Chelsea ins Stocken geraten ist, scheint der FC Bayern München nun ernsthaftes Interesse an Loïs Openda zu entwickeln. Der belgische Nationalspieler, der aktuell bei RB Leipzig unter Vertrag steht, könnte sich als attraktive Alternative erweisen – sportlich wie strategisch.
Der ursprüngliche Plan der Bayern sah vor, mit Nicolas Jackson einen körperlich starken, schnellen und technisch versierten Stürmer für eine Saison an die Säbener Straße zu holen. Doch laut mehreren Medienberichten hat sich Chelsea gegen ein Leihgeschäft ausgesprochen – sie bestehen entweder auf einem festen Verkauf oder möchten den Senegalesen überhaupt nicht abgeben. Interne Quellen beim FCB sprechen von „zu vielen Unsicherheiten“ und „mangelnder Verhandlungsbereitschaft“ auf Seiten der Londoner.
In der Vorstandsetage des deutschen Rekordmeisters hat man deshalb begonnen, Alternativen zu prüfen – und der Name Openda soll dabei ganz oben auf der Liste stehen. Der 25-jährige Belgier wechselte erst im Sommer 2023 für rund 43 Millionen Euro vom RC Lens nach Leipzig und schlug sofort ein. In seiner ersten Bundesliga-Saison erzielte er 24 Tore und legte weitere 8 auf – eine beeindruckende Bilanz, die auch international Aufmerksamkeit erregte.
Laut fiktiven internen Papieren, die „SportBild“ einsehen konnte, sei Openda „ein Spieler mit außergewöhnlicher Tiefendynamik, hoher Abschlussqualität und dem Willen, in großen Spielen voranzugehen“. Genau das, was Bayern in der Offensive derzeit fehlt, vor allem, wenn Top-Torjäger Harry Kane verletzt oder außer Form ist.
Doch ein Wechsel ist alles andere als einfach. Leipzig gilt traditionell als harter Verhandlungspartner, vor allem wenn es um Wechsel zu direkten Konkurrenten wie den Bayern geht. Zwar besitzt Openda eine Ausstiegsklausel – allerdings greift diese erst im Sommer 2026. Bis dahin kann Leipzig den Preis diktieren. Die Rede ist von einer Forderung jenseits der 75-Millionen-Euro-Marke.
Für Bayern stellt sich nun die Frage: Lohnt sich ein solches Investment? Während Sportdirektor Christoph Freund öffentlich betont, man werde „nichts überstürzen“, wird hinter den Kulissen intensiv gerechnet. Julian Nagelsmann – inzwischen wieder als Cheftrainer zurück in München – gilt als großer Befürworter von Openda. Er kennt den Stürmer aus seiner Zeit als TV-Analyst und schätzt dessen Spielintelligenz.
Eine Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet. Klar ist: Sollte der Transfer zustande kommen, würde Openda nicht nur die Offensive der Bayern beleben, sondern auch die Bundesliga um eine neue Top-Attraktion bereichern.