FC-Bayern-Bosse über Woltemade-Wechsel: “Ein Spieler, den wir genau beobachtet haben”
Der bevorstehende Mega-Transfer von Nick Woltemade vom VfB Stuttgart zu Newcastle United sorgt nicht nur in Stuttgart für Schlagzeilen – auch beim FC Bayern München verfolgt man die Entwicklung mit großem Interesse. Nun haben sich Sportdirektor Christoph Freund und Cheftrainer Vincent Kompany erstmals öffentlich zur Personalie Woltemade geäußert – und dabei interessante Einblicke gewährt.
Der 22-jährige Angreifer, der sich in der vergangenen Bundesliga-Saison mit 17 Toren und 10 Vorlagen ins Rampenlicht spielte, steht kurz vor einem Wechsel auf die Insel. Newcastle soll laut Medienberichten rund 90 Millionen Euro auf den Tisch legen – eine der höchsten Ablösesummen für einen Bundesliga-Spieler in den letzten Jahren.
Christoph Freund lobte Woltemade in höchsten Tönen:
> „Nick ist ein außergewöhnlicher Spieler. Was er in dieser Saison beim VfB geleistet hat, war beeindruckend – vor allem in so jungem Alter. Wir haben ihn natürlich auf dem Schirm gehabt und intensiv gescoutet.“
Dass der FC Bayern selbst nicht in das Rennen um den talentierten Offensivmann eingestiegen ist, erklärt Freund mit der aktuellen Kaderstruktur:
> „Wir sind auf seiner Position derzeit sehr gut aufgestellt, auch mit Blick auf unsere Nachwuchsspieler. Aber das ändert nichts daran, dass Nick zu den spannendsten Spielern der Liga gehörte. Newcastle macht da ein sehr starkes Investment.“
Auch Trainer Vincent Kompany, der Woltemade während seiner Zeit in England bereits beobachtet hatte, zeigte sich beeindruckt:
> „Er bringt eine seltene Mischung aus Körperlichkeit, Spielintelligenz und Abschlussstärke mit. Für sein Alter ist er taktisch extrem weit. Ich bin gespannt, wie er sich in der Premier League entwickelt – das ist nochmal ein ganz anderes Tempo.“
Die Aussagen beider Bayern-Verantwortlicher lassen erkennen, dass Woltemade intern als potenzieller Zukunftsspieler gesehen wurde – doch offenbar war man nicht bereit, sich auf ein Wettbieten mit Premier-League-Klubs einzulassen.
Interessant: In der Bayern-Zentrale kursierten laut fiktiven internen Quellen bereits im Frühjahr Überlegungen, den Spieler zu verpflichten – allerdings nur, wenn Stuttgart zu Gesprächen bereit gewesen wäre und die Ablöse nicht in astronomische Höhen gestiegen wäre. Mit dem Einstieg von Newcastle war diese Tür schnell wieder zu.
Freund betont dennoch, dass Transfers dieser Größenordnung die Bundesliga insgesamt stärken könnten:
> „Dass ein Spieler wie Woltemade aus der Bundesliga für solch eine Summe ins Ausland wechselt, zeigt, dass unser Fußball wieder international Beachtung findet. Das ist auch für uns als Klub ein Ansporn.“
Für den FC Bayern bleibt der Fall Woltemade also ein Paradebeispiel für gutes Scouting und verpasste – oder bewusst ausgelassene – Chancen. Und für Nick Woltemade selbst beginnt mit dem Wechsel nach England ein neues Kapitel, das ganz Europa aufmerksam verfolgen wird.