DFB-Pokal-Thriller: Eintracht Braunschweig 4:4 VfB Stuttgart (7:8 n.E.) – Ein epischer Pokalabend
Was sich am gestrigen Abend im ausverkauften Eintracht-Stadion in Braunschweig abspielte, war mehr als nur ein Fußballspiel – es war ein epischer DFB-Pokal-Fight, der an Dramatik kaum zu überbieten war. 120 Minuten voller Leidenschaft, Tore, Rückschläge und heldenhafter Momente endeten in einem 4:4-Unentschieden – ehe der VfB Stuttgart im Elfmeterschießen mit 8:7 die Oberhand behielt.
Schon in der 3. Minute ließ Braunschweig die Fans erstmals jubeln. Nach einem Ballverlust im Stuttgarter Mittelfeld setzte der flinke Mittelstürmer Niko Kovač zum Sprint an, ließ zwei Verteidiger stehen und schob eiskalt ins rechte Eck – 1:0. Doch die Antwort der Gäste folgte prompt. Serhou Guirassy traf per Kopf nach einer präzisen Flanke von Führich zum 1:1-Ausgleich (11.).
Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bis zur Pause legte Braunschweig erneut vor (2:1, 32. Minute durch Donkor), Stuttgart glich wiederum aus – diesmal durch einen wuchtigen Distanzschuss von Angelo Stiller (2:2, 44.). Nach der Halbzeit ging der Wahnsinn weiter: In der 57. Minute brachte ein Eigentor von Anton die Löwen erneut in Führung. Stuttgart wirkte geschockt – aber nicht besiegt.
Trainer Hoeneß stellte um, brachte mit Undav frischen Wind, und tatsächlich drehte Stuttgart erneut auf. Führich traf zum 3:3 (70.) und Undav ließ kurz darauf das 4:3 folgen (78.) – das Spiel schien entschieden. Doch Braunschweig kämpfte bis zum Umfallen. In der 89. Minute traf Ujah per Elfmeter zum 4:4 – das Stadion explodierte.
In der Verlängerung vergaben beide Teams mehrere Matchbälle. Ein Lattenkracher von Leweling (104.) und ein spektakulärer Reflex von Braunschweigs Keeper Hoffmann gegen Guirassy (118.) hielten die Spannung hoch.
Dann das Elfmeterschießen – pure Nervenprobe. Beide Teams verwandelten sicher, bis der siebte Schütze der Braunschweiger, Rittmüller, an Bredlow scheiterte. Stuttgart hatte nun die Chance zur Entscheidung – und Josha Vagnoman verwandelte eiskalt.
Endstand: 4:4 nach 120 Minuten, 7:8 im Elfmeterschießen – Stuttgart zittert sich weiter, Braunschweig scheidet heldenhaft aus.
Dieser Pokalabend hatte alles, was den deutschen Fußball so besonders macht: Underdog-Mentalität, pure Emotionen und ein Ende, das keiner je vergessen wird. Stuttgart atmet auf, Braunschweig verabschiedet sich mit erhobenem Haupt – und ganz Fußball-Deutschland spricht über diesen unfassbaren Krimi.