Geplatzter Transfer: William Osulas Wechsel zu Eintracht Frankfurt scheitert in letzter Minute
Eintracht Frankfurt muss überraschend ohne den erhofften Neuzugang William Osula in die neue Saison gehen. Der bereits weit fortgeschrittene Wechsel des 21-jährigen dänisch-nigerianischen Stürmers von Sheffield United zur SGE ist Medienberichten zufolge in letzter Minute geplatzt. Die Gründe dafür bleiben vorerst im Dunkeln – doch in Frankfurt herrscht spürbare Enttäuschung.
Osula galt als Wunschspieler von Eintracht-Trainer Dino Toppmöller, der die Offensive mit einem schnellen, durchsetzungsstarken Stürmertypen verstärken wollte. Bereits Anfang August waren sich Eintracht Frankfurt und Sheffield United grundsätzlich über einen Transfer einig – kolportierte Ablösesumme: rund 5 Millionen Euro plus erfolgsabhängige Boni. Auch Osula selbst soll bereits nach Frankfurt gereist sein, medizinische Tests absolviert und erste Gespräche mit Klubverantwortlichen geführt haben.
Doch am Dienstagabend dann die Wende: Laut Informationen der Frankfurter Rundschau zog sich der Deal „aus nicht näher genannten vertraglichen Gründen“ in die Länge – und scheiterte schließlich vollständig. Eine offizielle Stellungnahme seitens der Eintracht ließ zunächst auf sich warten, doch Sportvorstand Markus Krösche äußerte sich am Mittwochmorgen knapp:
„Manchmal ist es im Transfergeschäft so, dass Dinge nicht so laufen wie geplant. William ist ein talentierter Spieler, aber der Wechsel kommt jetzt nicht zustande.“
Hinter den Kulissen wird spekuliert, dass Unstimmigkeiten über die vertragliche Ausgestaltung sowie mögliche Garantien für Einsatzzeiten eine Rolle gespielt haben könnten. Osulas Beraterteam soll zudem kurzfristig höhere finanzielle Forderungen gestellt haben, was bei den Hessen offenbar nicht gut ankam.
Für Eintracht Frankfurt ist der geplatzte Transfer ein Rückschlag. Nach dem Abgang von Rafael Borré und der unklaren Zukunft von Omar Marmoush war die Hoffnung groß, mit Osula einen hungrigen, entwicklungsfähigen Stürmer zu holen. Der 1,85 Meter große Angreifer, der sowohl für Dänemarks U21 als auch für die U-Nationalmannschaften Nigerias spielberechtigt ist, hatte in der Championship mehrfach sein Potenzial aufblitzen lassen – zuletzt mit fünf Toren in zehn Einsätzen für Sheffield United.
Der Spieler selbst äußerte sich auf seinem Instagram-Account lediglich mit den Worten: „Manchmal soll es einfach (noch) nicht sein. Fokus nach vorne.“
Ob Eintracht Frankfurt nun kurzfristig nach Alternativen sucht, ist unklar. Das Transferfenster ist zwar geschlossen, doch ablösefreie Spieler könnten weiterhin verpflichtet werden. Auch ein möglicher Wintertransfer von Osula ist nicht völlig ausgeschlossen – die Tür scheint nicht endgültig zu.
Für Osula bedeutet das Scheitern des Wechsels vorerst: Rückkehr in den Kader von Sheffield United – und womöglich eine Chance, sich dort weiter zu empfehlen.
Die Eintracht hingegen muss improvisieren – und hofft nun auf die Durchschlagskraft der verbliebenen Offensivkräfte, wenn am Wochenende das Derby gegen Mainz 05 ansteht.