Revolution an der Säbener Straße: Vincent Kompany krempelt den FC Bayern um – Jugend statt Hierarchie, Legenden vor dem Aus!
Was sich in den ersten Tagen unter Vincent Kompany beim FC Bayern andeutete, wird nun zur Gewissheit: Der neue Cheftrainer hat keine Angst vor großen Namen – und geht mit brachialer Konsequenz ans Werk. In München beginnt eine neue Ära. Und sie könnte schmerzhafter werden, als viele langjährige Stars es sich je vorgestellt hätten.
Nach Jahren der Dominanz in der Bundesliga und einer Stamm-Elf voller Routiniers scheint der belgische Coach die Uhr beim Rekordmeister zurückdrehen zu wollen – nicht im taktischen Sinne, sondern personell. Kompany setzt auf Frische, Hunger und Entwicklungspotenzial. Talente wie Aleksandar Pavlović, Mathys Tel, Frans Krätzig und Neuzugang Nestory Irankunda bekommen plötzlich mehr Aufmerksamkeit als etablierte Kräfte wie Thomas Müller, Leon Goretzka oder Serge Gnabry.
„Niemand hat einen Freifahrtschein“, soll Kompany in einer internen Ansprache gesagt haben. „Was zählt, ist Leistung, Intensität und Zukunftsperspektive.“ Eine klare Kampfansage an die Hierarchie der letzten Jahre – und ein Bruch mit der bisher so oft beschworenen „Mia-san-mia“-Romantik.
Besonders hart trifft der frische Wind den Mittelbau der Mannschaft. Leon Goretzka, lange Zeit unangefochtener Stammspieler im Zentrum, soll laut interner Kreise bereits Signale erhalten haben, dass er sich im Training neu beweisen müsse. Auch bei Joshua Kimmich ist nichts mehr selbstverständlich. Während der Nationalspieler beim DFB gesetzt ist, soll er bei den Bayern plötzlich nur noch eine Option unter mehreren sein.
Thomas Müller, der Ur-Bayer schlechthin, steht symbolisch für das Dilemma der neuen Kompany-Philosophie: Vereinsikone, Publikumsliebling, aber langsam in die Jahre gekommen. Kompany schätzt Müllers Erfahrung – doch ob das für einen Stammplatz reicht, ist mehr als fraglich. Interne Quellen berichten, dass sogar ein vorzeitiger Abschied nicht mehr ausgeschlossen sei.
Gleichzeitig wird der Kader drastisch verschlankt. Statt der bisher oft über 25-köpfigen Mannschaft sollen künftig maximal 20 Feldspieler regelmäßig zum Kader gehören. Kompany wolle, so heißt es, „eine Gruppe formen, die sich täglich zerreißt und keine Komfortzone kennt“.
An der Säbener Straße weht ein neuer Wind – und der ist rau.
Fans und Experten sind gespalten. Während die einen den mutigen Kurs des neuen Trainers feiern, warnen andere vor einem zu harten Schnitt. Doch eins ist klar: Die Zeiten der Wohlfühloase Bayern sind vorbei. Kompany baut keinen Kader für Nostalgie – sondern für die Zukunft.