Medizincheck geplatzt: Hyeon-gyu Oh wechselt nicht zum VfB – Stuttgart verzichtet vorerst auf Stürmer-Neuzugang
Der VfB Stuttgart wird nach dem geplatzten Transfer von Hyeon-gyu Oh vorerst keinen neuen Stürmer verpflichten. Wie die Bild berichtet, ist der Wechsel des südkoreanischen Nationalspielers aufgrund eines nicht bestandenen Medizinchecks gescheitert. Damit zieht der Bundesliga-Dritte der Vorsaison überraschend die Reißleine – und setzt stattdessen auf interne Lösungen.
Oh, der derzeit beim schottischen Rekordmeister Celtic Glasgow unter Vertrag steht, galt als Wunschspieler von VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth. Der 23-Jährige sollte die Offensive der Schwaben verstärken, insbesondere als Ergänzung zu Deniz Undav und Silas. Die Verhandlungen mit Celtic sollen bereits weit fortgeschritten gewesen sein, eine Ablöse von rund 8 Millionen Euro stand im Raum. Doch beim obligatorischen Medizincheck in Stuttgart kam es zu einem unerwarteten Rückschlag.
Laut Bild-Informationen wurden bei der Untersuchung muskuläre Probleme und eine mögliche strukturelle Vorbelastung im Oberschenkel festgestellt. Zwar handle es sich nicht um eine akute Verletzung, doch das VfB-Ärzteteam stufte das Risiko für eine langfristige Belastbarkeit als „nicht ausreichend gesichert“ ein. In Folge dessen entschieden sich die Vereinsverantwortlichen, den Transfer nicht weiter zu verfolgen.
„Natürlich ist das bitter – sowohl für den Spieler als auch für uns“, erklärte Wohlgemuth auf Nachfrage. „Hyeon-gyu ist ein spannender Stürmertyp mit Potenzial. Aber wir haben eine Verantwortung gegenüber dem Team und dem Verein. In so einer Situation müssen wir sehr genau abwägen – und das haben wir getan.“
Trainer Sebastian Hoeneß zeigte Verständnis für die Entscheidung und kündigte gleichzeitig an, mit dem vorhandenen Personal weiterarbeiten zu wollen: „Wir haben eine gute Offensive mit viel Flexibilität. Spieler wie Jeong, Führich oder Millot können situativ weiter vorne agieren. Und wir vertrauen voll auf Deniz Undav, der in Topform ist.“
Ob der VfB auf dem Transfermarkt nochmals aktiv wird, scheint aktuell unwahrscheinlich. Aus dem Umfeld des Klubs ist zu hören, dass man nur noch reagieren würde, sollte sich kurzfristig eine außergewöhnliche Gelegenheit ergeben oder ein Spieler verletzungsbedingt länger ausfallen.
Trotz der Enttäuschung rund um Oh bleibt die Stimmung am Neckar gelassen. Die Mannschaft startete stark in die Saison und überzeugt mit spielerischer Reife sowie mannschaftlicher Geschlossenheit. Zudem steht mit dem jungen Nachwuchsstürmer Jovan Milosevic ein vielversprechendes Talent bereit, das laut Hoeneß „jeden Tag dazulernt und mehr Verantwortung übernehmen kann.“
Für Hyeon-gyu Oh könnte der geplatzte Transfer dennoch langfristige Folgen haben. Ob Celtic ihm weiterhin vertraut oder ob sich andere Optionen eröffnen, bleibt abzuwarten. Beim VfB hingegen richtet sich der Blick wieder klar nach vorn – mit dem Ziel, den eingeschlagenen Weg ohne unnötige Risiken fortzusetzen.