Nkunku vor Wechsel nach Italien – Bundesliga-Rückkehr vom Tisch
Die Gerüchte um eine Rückkehr von Christopher Nkunku in die Bundesliga scheinen sich endgültig zu zerschlagen. Wie aus gut informierten Kreisen verlautet, steht der französische Nationalspieler kurz vor einem Wechsel in die italienische Serie A. Eine Rückkehr zu RB Leipzig, wo Nkunku zwischen 2019 und 2023 zu einem der aufregendsten Offensivspieler Europas gereift war, gilt nun als äußerst unwahrscheinlich.
Der 27-jährige Offensiv-Allrounder, der derzeit noch beim FC Chelsea unter Vertrag steht, konnte sich in London bislang nicht nachhaltig durchsetzen. Verletzungen und die große Konkurrenz im Kader der „Blues“ verhinderten eine kontinuierliche Entwicklung in der Premier League. Zwar blitzte Nkunkus außergewöhnliches Talent in einigen Spielen auf, doch die Erwartungen wurden nie ganz erfüllt. Nach nur 18 Pflichtspielen und drei Toren in der vergangenen Saison scheint für den Franzosen nun ein Tapetenwechsel unausweichlich.
Laut italienischen Medien steht ein Wechsel zu AC Mailand kurz vor dem Abschluss. Die Rossoneri suchen seit Wochen nach einer flexiblen Offensivkraft, die sowohl auf den Flügeln als auch im Zentrum agieren kann – ein Profil, das Nkunku perfekt erfüllt. Sein Spielverständnis, seine technische Raffinesse und seine Torgefahr machen ihn zum idealen Kandidaten für das System von Trainer Paulo Fonseca. Ein langfristiger Vertrag bis 2029 mit einem kolportierten Jahresgehalt von 6 Millionen Euro steht im Raum.
Der Deal soll ein Gesamtvolumen von rund 38 Millionen Euro umfassen, inklusive leistungsbezogener Boni. Chelsea erhofft sich durch den Transfer nicht nur eine finanzielle Entlastung, sondern auch Platz im Kader für weitere Neuzugänge. Für Nkunku wäre es nach Stationen in Frankreich, Deutschland und England das vierte große Abenteuer in einer europäischen Topliga.
In Leipzig wird die Nachricht mit einem weinenden und einem lachenden Auge verfolgt. Viele Fans hatten auf ein Comeback des Publikumslieblings gehofft, der in 172 Spielen für die Sachsen 70 Tore erzielte und 56 Vorlagen gab. Doch sportlich ist der Klub inzwischen anders ausgerichtet, und eine Verpflichtung Nkunkus wäre wohl finanziell kaum zu stemmen gewesen.
„Es gibt Spieler, die immer ein Teil unserer Geschichte bleiben werden, aber die Realität im modernen Fußball verlangt oft andere Wege“, kommentierte Leipzigs Sportdirektor Rouven Schröder auf Nachfrage.
Für Nkunku beginnt nun ein neues Kapitel. In Mailand wartet eine große Bühne, ein traditionsreicher Klub und die Chance, sich neu zu beweisen. Sollte der Wechsel in den kommenden Tagen offiziell verkündet werden, könnte er bereits im nächsten Serie-A-Spiel debütieren – ausgerechnet gegen Inter, den Erzrivalen.
Die Bundesliga hingegen muss sich damit abfinden: Ein verlorener Sohn kehrt nicht zurück – zumindest nicht in naher Zukunft.