Luca Kilian vor dem Karriere-Aus? Dritter Kreuzbandriss erschüttert Kölns Abwehrchef – Fußball-Zukunft ungewiss
Ein bitterer Rückschlag für den 1. FC Köln und vor allem für Luca Kilian selbst: Der 26-jährige Innenverteidiger hat sich zum dritten Mal innerhalb von nur 18 Monaten einen Kreuzbandriss zugezogen – eine Diagnose, die nicht nur sportlich schwer wiegt, sondern möglicherweise das Ende seiner Profi-Karriere bedeuten könnte.
Die Verletzung ereignete sich während einer Trainingseinheit am Geißbockheim. Bei einem eigentlich harmlosen Zweikampf sackte Kilian ohne Fremdeinwirkung zusammen und griff sich sofort ans rechte Knie – das gleiche Knie, das bereits zweimal operiert worden war. Die MRT-Untersuchung am nächsten Tag brachte die ernüchternde Gewissheit: Erneuter Riss des vorderen Kreuzbandes. Für Kilian bedeutet das nicht nur eine monatelange Pause, sondern auch existentielle Fragen über seine sportliche Zukunft.
„Es fühlt sich an wie ein Albtraum, aus dem ich nicht aufwache“, sagte Kilian in einem kurzen Statement über seine sozialen Medien. „Ich habe alles gegeben, um zurückzukommen – dreimal. Jetzt weiß ich nicht, wie es weitergeht.“ Die emotionale Botschaft des Spielers bewegte nicht nur Fans und Teamkollegen, sondern auch viele Kollegen aus der Fußballwelt, die ihm öffentlich Mut zusprachen.
Beim 1. FC Köln sitzt der Schock tief. Sportchef Christian Keller sprach von einer „zutiefst tragischen Situation für einen Spieler, der mit großem Willen und Vorbildfunktion für den Verein eingestanden hat.“ Auch Trainer Timo Schultz äußerte sich betroffen: „Luca ist einer der härtesten Arbeiter im Team. Was ihm gerade passiert, ist unfassbar bitter. Wir stehen alle hinter ihm.“
Die medizinische Abteilung des Vereins ist vorsichtig in der Bewertung. Zwar gebe es grundsätzlich Möglichkeiten für eine erneute Operation und Reha, doch nach drei schweren Knieverletzungen innerhalb so kurzer Zeit sei das Risiko eines bleibenden Schadens extrem hoch. Intern wird nicht ausgeschlossen, dass Kilian seine Karriere vorzeitig beenden muss – eine Entscheidung, die jedoch allein dem Spieler zusteht.
Luca Kilian, einst als großes Defensivtalent beim SC Paderborn entdeckt, wechselte 2021 nach Köln und etablierte sich schnell als Stammkraft in der Innenverteidigung. Seine körperliche Präsenz, Antizipation und Spielintelligenz machten ihn zu einem Leistungsträger. Doch die wiederkehrenden Verletzungen bremsten seine Entwicklung brutal aus.
Während die Mannschaft sportlich in der neuen Zweitligasaison versucht, wieder Fuß zu fassen, fehlt mit Kilian nicht nur ein zentraler Spieler, sondern auch ein Charakterkopf in der Kabine. Die Fans des Effzeh haben bereits zahlreiche Unterstützungsbekundungen geschickt – ein Zeichen, dass Kilian nicht alleine ist in diesem schweren Moment.
Ob er je wieder auf den Platz zurückkehrt, bleibt offen. Sicher ist: Wenn dieser Weg weitergeht, wird es ein langer, schmerzhafter – und heldenhafter – Kampf. Doch wenn einer ihn gehen kann, da
nn Luca Kilian.