Fenerbahçe plant Umbruch: Sebastian Hoeneß als Wunschkandidat für die Mourinho-Nachfolge
Istanbul – Ein Paukenschlag bahnt sich an im europäischen Fußball: Wie mehrere türkische und internationale Medien berichten, ist Fenerbahçe SK dabei, einen radikalen Wechsel auf der Trainerbank vorzubereiten. Der traditionsreiche Klub vom Bosporus soll ernsthaft an Sebastian Hoeneß, dem aktuellen Cheftrainer des VfB Stuttgart, interessiert sein – und das als möglichen Nachfolger von niemand Geringerem als José Mourinho.
Der portugiesische Star-Trainer, der erst zu Beginn der vergangenen Saison mit großem medialem Getöse in Istanbul vorgestellt wurde, konnte bislang die hohen Erwartungen des Vereins und der Fans nicht vollständig erfüllen. Zwar brachte Mourinho internationale Erfahrung, Strahlkraft und taktische Disziplin mit, doch sportlich blieb Fenerbahçe zuletzt hinter den selbst gesteckten Zielen zurück. In der Liga verlor man das Meisterschaftsrennen erneut an Erzrivale Galatasaray, und auch im europäischen Wettbewerb blieb der große Durchbruch aus.
Intern soll es bereits zu Spannungen zwischen Mourinho und der Vereinsführung gekommen sein. Insbesondere Präsident Ali Koç soll unzufrieden mit der defensiven Spielweise und der stagnierenden Entwicklung junger Spieler sein. In diesem Kontext fällt nun immer öfter der Name Sebastian Hoeneß – ein Trainer, der in der Bundesliga mit mutigem Offensivfußball und taktischer Flexibilität überzeugt hat.
Hoeneß führte den VfB Stuttgart in der vergangenen Saison überraschend auf einen Champions-League-Platz und wurde von vielen Experten als Trainer des Jahres gefeiert. Der 42-Jährige steht für modernes Pressing, klare Spielideen und eine starke Entwicklung junger Talente – Aspekte, die Fenerbahçe nach Meinung vieler Insider dringend benötigt, um sowohl sportlich als auch strukturell den nächsten Schritt zu machen.
Laut Informationen aus dem Vereinsumfeld soll es bereits erste lose Gespräche zwischen Fenerbahçe-Vertretern und dem Management von Hoeneß gegeben haben. Der deutsche Trainer besitzt in Stuttgart zwar noch einen laufenden Vertrag bis 2027, doch ein Wechsel wäre nicht ausgeschlossen, sollte ein überzeugendes Konzept sowie eine angemessene Ablösesumme vorgelegt werden.
Ein Engagement in Istanbul wäre für Hoeneß ein gewagter, aber potenziell karriereprägender Schritt. Die Süper Lig bietet sportlich zwar nicht das Niveau der Bundesliga, jedoch enormes Entwicklungspotenzial, leidenschaftliche Fans und große finanzielle Ressourcen. Zudem würde er bei einem Topklub arbeiten, der regelmäßig im internationalen Wettbewerb vertreten ist.
Die nächsten Wochen dürften entscheidend werden: Setzt Fenerbahçe weiterhin auf Mourinho, der trotz Kritik öffentlich betont, seinen Vertrag erfüllen zu wollen? Oder kommt es tatsächlich zu einem spektakulären Trainerwechsel – weg vom portugiesischen Pragmatismus hin zum deutschen Taktikgeist?
Eines ist klar: Mit Sebastian Hoeneß auf der Trainerbank würde Fenerbahçe ein klares Zeichen setzen – für Erneuerung, für Jugendförderung und für modernen Fußball. Und vielleicht, so hoffen die Fans, auch endlich wieder für den ganz
großen Erfolg.