Kompany drängt auf Xavi Simons-Transfer: Geheimer Besuch bei Hoeneß sorgt für Aufsehen
Es war ein Treffen der besonderen Art – fernab der Kameras, der Presse und des Trubels an der Säbener Straße. Laut Informationen der Sport Bild hat Bayern-Trainer Vincent Kompany kürzlich Uli Hoeneß persönlich in dessen Anwesen am Tegernsee besucht. Der Grund: Xavi Simons. Der belgische Coach will den 21-jährigen niederländischen Ausnahmekönner unbedingt an die Isar holen – und brauchte Rückendeckung von höchster Stelle.
Der Besuch soll bereits Anfang September stattgefunden haben. In einem vertraulichen Gespräch versuchte Kompany dem Ehrenpräsidenten klarzumachen, warum Simons der fehlende Baustein für seine Spielidee sei. „Wenn wir den nächsten Schritt machen wollen, brauchen wir einen kreativen Motor hinter den Spitzen – Xavi ist dieser Spieler“, soll Kompany laut interner Quellen gesagt haben.
Xavi Simons, derzeit auf Leihbasis bei RB Leipzig aktiv, steht offiziell bei Paris Saint-Germain unter Vertrag. Eine feste Verpflichtung würde laut Marktinsidern zwischen 60 und 75 Millionen Euro kosten – eine Summe, die auch für den FC Bayern nicht einfach freizugeben ist. Vor allem nicht, nachdem der Klub in den letzten Transferperioden bereits kräftig investiert hat.
Doch Kompany ließ offenbar nicht locker. Mit einem USB-Stick voll Videoanalysen, Leistungsdaten und taktischen Simulationen soll er Hoeneß demonstriert haben, wie Simons als falsche Neun, Zehner oder invertierter Flügelspieler das Bayern-Spiel auf ein neues Niveau heben könnte. Hoeneß, der bekanntlich selten direkt in operative Transferentscheidungen eingreift, hörte sich die Argumente geduldig an – und war laut dem Bericht „positiv überrascht“ von der Vorbereitung und Überzeugungskraft des jungen Trainers.
Der Schritt zeigt, wie sehr Kompany bereits jetzt darum kämpft, den FC Bayern nach seinen Vorstellungen umzubauen. Intern gilt Xavi Simons als absoluter Wunschspieler. Auch Sportvorstand Max Eberl soll bereits Gespräche mit dem Management des Niederländers geführt haben. Der 21-Jährige selbst fühlt sich in Leipzig wohl, hat aber laut Umfeld „höchstes Interesse“, künftig regelmäßig Champions League zu spielen – am liebsten im Titelrennen.
Ob Paris bereit ist, Simons ziehen zu lassen, bleibt offen. Der Hauptstadtklub würde ihn im Sommer 2026 zurückholen wollen, könnte bei einem hohen Angebot aber gesprächsbereit sein. Leipzig selbst würde ihn gerne halten, besitzt jedoch keine Kaufoption.
Für Bayern ist es eine Frage des Timings – und des Geldes. Sollte Kompany tatsächlich Hoeneß überzeugen können, dürfte es ein starkes Zeichen für den Rückhalt des Trainers im Verein sein.
Fest steht: Mit Xavi Simons würde Bayern nicht nur ein spielerisches Juwel verpflichten – sondern auch ein Statement setzen. Und Vincent Kompany hätte seinen ersten großen Wunschspieler durchgesetzt – mit einem Hausbesuch, der bereits jetzt Fußballgeschichte schreiben könnte.