In einem aufsehenerregenden Interview mit dem Sportmagazin *Kicker* hat der dänische Mittelfeldstratege Morten Hjulmand erstmals ausführlich über seinen viel diskutierten Wechsel zu Bayer 04 Leverkusen gesprochen. Der Transfer, der in den letzten Stunden des Sommer-Transferfensters über die Bühne ging, sei „hektisch, emotional und zugleich eine einmalige Chance“ gewesen.
„Ich war mitten im Training bei Sporting, als mein Berater mich plötzlich zur Seite zog. Er sagte nur: ‚Leverkusen ist ernsthaft interessiert. Xabi Alonso will dich unbedingt.‘ Ich war sprachlos“, erzählt Hjulmand mit leuchtenden Augen.
Der 25-Jährige, der sich in Portugal mit kraftvollen Leistungen und kluger Spielübersicht einen Namen gemacht hatte, beschreibt die letzten Stunden vor Vertragsunterzeichnung als „ein wildes Rennen gegen die Uhr“. Flüge mussten umgebucht, medizinische Tests improvisiert und finale Vertragsdetails im Minutentakt übermittelt werden.
„Ich hatte keine Zeit, wirklich nachzudenken. Ich wusste nur: Wenn ein Klub wie Leverkusen mit einem Trainer wie Xabi Alonso anruft, dann sagt man nicht Nein.“
: Besonders beeindruckt zeigte sich Hjulmand von der sportlichen Vision in Leverkusen. „Die Philosophie des Klubs, das schnelle Umschaltspiel, die taktische Disziplin – das passt perfekt zu meinem Stil. Xabi hat mir in einem persönlichen Gespräch erklärt, wie er mich sieht: als Herzstück im zentralen Mittelfeld, als Verbindung zwischen Defensive und Offensive.“
Trotz seiner Begeisterung für das neue Kapitel vergaß Hjulmand nicht, den Menschen zu würdigen, der ihn stark geprägt hat: Erik ten Hag, sein früherer Trainer bei Utrecht.
„Erik hat mir als junger Spieler das Selbstvertrauen gegeben, auch unter Druck ruhig zu bleiben. Seine Trainingsmethoden, seine Detailversessenheit – das hat mich enorm weitergebracht. Ich verdanke ihm sehr viel. Ohne ihn hätte ich es vielleicht nie auf dieses Niveau geschafft.“
Er erinnerte sich an eine Anekdote aus der gemeinsamen Zeit: „Einmal ließ er mich nach dem Training 50 Diagonalpässe mit dem linken Fuß üben, obwohl ich vor Erschöpfung kaum stehen konnte. Damals war ich sauer – heute bin ich dankbar.“