Kane und Bayern zerstören Wiesbadens DFB-Pokal-Traum – 3:2-Sieg in letzter Minute
Wiesbaden, 10. September 2025 – Es hätte der größte Abend in der Vereinsgeschichte des SV Wehen Wiesbaden werden können. 90 Minuten lang forderten die Hessen den deutschen Rekordmeister heraus, trieben ihn an den Rand der Verzweiflung – doch am Ende setzte sich die individuelle Klasse durch. Der FC Bayern München gewinnt mit 3:2 in Wiesbaden und zieht ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Mann des Abends: Harry Kane.
Schon in der 5. Minute wurde deutlich, dass die Partie kein Spaziergang für die Münchner werden würde. Wiesbaden presste hoch, attackierte mutig und ging nach einem traumhaften Distanzschuss von Kianz Froese in der 12. Minute sensationell in Führung. Die Brita-Arena tobte. Der Underdog glaubte an die Sensation.
Doch Bayern reagierte mit Wut im Bauch. Angeführt vom spielfreudigen Jamal Musiala und einem unermüdlichen Joshua Kimmich, übernahmen die Gäste mehr und mehr die Kontrolle. In der 28. Minute war es schließlich Harry Kane, der nach einer punktgenauen Flanke von Leroy Sané per Kopf zum 1:1-Ausgleich traf. Kurz vor der Pause schlug Kane erneut zu: Nach einem Ballverlust im Wiesbadener Aufbauspiel schaltete Bayern blitzschnell um, Kane schob eiskalt zur 2:1-Führung ein (44.).
Wer dachte, das Spiel sei entschieden, irrte gewaltig. Wiesbaden kam mit neuer Energie aus der Kabine. In der 67. Minute verwandelte Benedict Hollerbach einen Elfmeter sicher – 2:2! Der Pokal zeigte wieder einmal sein eigenes Gesicht.
In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Pokal-Krimi. Wiesbaden verteidigte leidenschaftlich, Torwart Stritzel parierte mehrfach glänzend. Doch in der 88. Minute war es erneut Kane, der alle Hoffnungen zerstörte. Nach einem Eckball von Kimmich stieg der Engländer am höchsten und köpfte zum 3:2-Endstand ein – ein Hattrick in Pokalmanier.
„Wir haben alles gegeben, aber am Ende war Kane einfach zu stark“, sagte Wiesbadens Trainer Markus Kauczinski nach dem Spiel. Auch Thomas Tuchel zeigte Respekt: „Wiesbaden hat uns alles abverlangt. Es war ein klassischer Pokalfight. Harry hat uns gerettet.“
Für den SV Wehen Wiesbaden bleibt die Enttäuschung – aber auch der Stolz, dem FC Bayern alles abverlangt zu haben. Für den Rekordmeister hingegen geht die Reise im DFB-Pokal weiter – mit einem Stürmer in Weltklasseform, der keine Träume zulässt, außer die eigenen.