Der spätabendliche Himmel über Monte Carlo lag schwer vor Spannung, als an diesem 28. August 2025 die Kugeln im Grimaldi Forum kullerten. Für Deutschlands große Vereine – Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt – war es der Moment, in dem sich Schicksal und Gelegenheit trafen. Die Champions League hatte ein neues Gesicht: 36 Mannschaften, acht Begegnungen pro Klub in der Ligaphase, kein Staffel-System mehr – jedes Spiel, jeder Punkt zählt auf direktem Weg.
Bayern München, als amtierender deutscher Meister, wurde bei der Auslosung mit einem prallen Spektrum an Gegnern bedacht. Zu Hause im Allianz Stadion empfängt Bayern vier Teams: Chelsea, Club Brugge, Sporting Lissabon und Union Saint‑Gilloise. Jeder dieser Clubs bringt seine eigene Geschichte, seine eigene Gefährlichkeit mit. Auswärts geht es in die langen Nächte zu Paris Saint‑Germain, Arsenal, PSV Eindhoven und Pafos FC. Ein Mix aus Hochkarätigen, Überraschungsteams und Außenseitern – zugleich eine schwere Übung, wenn man nach Europas Spitze greifen will.
Für Borussia Dortmund, Leverkusens ewigen Rivalen in der Bundesliga und oft in Europas Wettbewerben, zeichnet sich ebenfalls ein hochkomplexes Programm ab. Obwohl die genauen Gegner zur Stunde nicht alle mit derselben Klarheit kommuniziert sind wie bei Bayern (zum Zeitpunkt dieser Fiktion), gibt es in den offiziellen Auslosungen starke Hinweise: Gegner aus verschiedenen Töpfen, darunter Mannschaften von internationalem Rang – Realistische Herausforderer, „klangvolle Namen“, geladen mit Tradition und Potenzial.
Bayer Leverkusen, im Vorfeld als Favorit auf einen Platz unter den Besten gesehen, befindet sich in Topf 2. Das heißt: zwei Auslosungen aus jedem Topf – also je zwei Gegner aus Topf 1, 2, 3 und 4 – wobei man nicht gegen Teams des selben Landes ausgelost werden darf, und maximal zwei Gegner eines Landes. Leverkusen wartet damit ein anspruchsvolles internationales Programm, das sowohl Travel‑Marathons als auch taktische Finessen verlangt. Jeder Gegner wird ein Schlüsselspiel sein, um sich oben in der Rangliste der Ligaphase zu halten.
Für Eintracht Frankfurt kommt dieser Lauf in die Champions League in historisch neuem Gewand: Zum ersten Mal hat man sich über die Bundesliga‑Platzierung qualifiziert – nicht über europäische Titel oder Pokalsiege. Frankfurt muss sich beweisen gegen Gegner, die mit größerem Name und ganz anderer Erfahrung in dieser Phase antreten. Es wird kein Geschenk geben, jede Partie ist eine Chance, jede Niederlage könnte schwer wiegen.
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Der neue Modus – acht Spiele, vier Heim, vier Auswärts – hebt jede Begegnung auf ein hohes Risiko‑ und Belohnungsniveau. Ein Sieg gegen PSG oder Chelsea kann enorm beflügeln, eine Niederlage gegen einen Außenseiter wie Pafos demoralisiert – doch gerade hierin liegt der Reiz. Für Bayern etwa bedeutet dies: Klassiker gegen große Namen und gleichzeitig Pflichtaufgaben. Für Leverkusen: beweisen, dass Europa‑Champions nicht nur Titel gewinnen, sondern in jeder Umgebung bestehen können. Für Dortmund und Frankfurt: Es geht um Respekt, um Reputation, um die Frage, ob man in der Elite mithalten kann.
Die Fans sitzen bereits auf glühenden Kohlen. Die Stadien werden pulsieren, die Nächte lang, in Bayern vielleicht das Flutlicht über München, in Dortmund das gelbe Donnerwetter im Signal Iduna Park. Jeder Pass, jeder Zweikampf, jedes Tor – sie könnten entscheiden, ob dieser Herbst eine Triumphtour oder ein Lehrjahr wird.
So beginnt die Champions League Saison 2025/26: Mit großen Namen, neuen Gesichtern, lauten Erwartungen – und für Deutschland vier Klubs, die in Europas Bühne treten mit dem Traum voraus, nicht nur dabei zu sein, sondern Geschichte zu schreiben.