Offiziell: VfB Stuttgart verpflichtet Bouanani als Woltemade-Nachfolger
Der VfB Stuttgart hat auf den Abgang von Nick Woltemade reagiert und sich mit einem spannenden Offensivtalent aus der französischen Ligue 1 verstärkt: Badredine Bouanani wechselt mit sofortiger Wirkung vom OGC Nizza in die Bundesliga. Der 20-jährige Offensivspieler unterschreibt beim VfB einen langfristigen Vertrag bis 2029.
Die Schwaben bestätigten den Transfer am Dienstagmorgen offiziell – damit ist einer von zwei geplanten Neuzugängen nach dem überraschenden Verkauf von Woltemade zu Newcastle United (für rund 18 Millionen Euro) perfekt.
Technisch stark, taktisch flexibel
Bouanani gilt als eines der vielversprechendsten Talente des französischen Fußballs. Der algerische Nationalspieler, der in Lille ausgebildet wurde und in Nizza seinen Durchbruch feierte, ist technisch stark, dribbelstark und auf mehreren Offensivpositionen einsetzbar – vor allem auf dem rechten Flügel oder als hängende Spitze.
Sportdirektor Fabian Wohlgemuth zeigte sich hochzufrieden über die Einigung:
„Badredine passt perfekt in unser Anforderungsprofil: jung, entwicklungsfähig, aber gleichzeitig mit internationaler Erfahrung. Wir haben ihn schon länger beobachtet und sind überzeugt, dass er unser Offensivspiel variabler und gefährlicher machen kann.“
Bouanani kam in der vergangenen Saison in 27 Pflichtspielen für OGC Nizza zum Einsatz, erzielte zwei Tore und bereitete fünf weitere vor. Vor allem in der Conference League machte er mit starken Auftritten auf sich aufmerksam.
Bouanani: „Der richtige Schritt zur richtigen Zeit“
Der Spieler selbst zeigte sich bei seiner Vorstellung im Klubzentrum an der Mercedesstraße motiviert und selbstbewusst:
„Der VfB ist ein Verein mit einer großen Tradition und einer klaren Idee. Ich habe die Entwicklung der Mannschaft in der letzten Saison verfolgt – das hat mich beeindruckt. Für mich ist das der richtige Schritt zur richtigen Zeit.“
Besonders freut sich Bouanani auf die lautstarke Unterstützung der Fans:
„Die Stimmung in der MHPArena ist in Europa bekannt. Ich kann es kaum erwarten, dort aufzulaufen.“
Hoeneß plant mit ihm sofort
Trainer Sebastian Hoeneß sieht in Bouanani keine reine Zukunftsinvestition, sondern eine Soforthilfe für die Offensive:
„Wir haben durch Nick Woltemades Abgang einen Spielertyp verloren, der Eins-gegen-eins-Situationen sucht und Räume aufreißt. Badredine bringt genau das mit – und zusätzlich eine gewisse Unbekümmertheit, die wir in unserem Spiel lieben.“
Bouanani wird bereits am Mittwoch ins Mannschaftstraining einsteigen und könnte beim kommenden Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg bereits im Kader stehen.
Weitere Verstärkung geplant
Mit Bouanani ist eine von zwei offenen Offensivpositionen besetzt. Wohlgemuth kündigte an, dass man weiterhin auf der Suche sei:
„Wir führen gute Gespräche. Wir wollen Qualität dazuholen, aber ohne unsere Philosophie zu verlassen.“