Giovanni Reyna: Mit neuem Feuer bei Gladbach – Auf dem Weg zurück ins US-Nationalteam
Nach Monaten der Ungewissheit, in denen er weder im Verein noch in der Nationalmannschaft eine tragende Rolle spielte, ist Giovanni Reyna bereit für den nächsten großen Schritt: der Neustart bei Borussia Mönchengladbach. Der 22-jährige US-Amerikaner mit deutsch-argentinischen Wurzeln will in der Bundesliga nicht nur seine Karriere neu beleben, sondern sich auch für das US-Team zurückmelden – rechtzeitig zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 im eigenen Land.
Reyna, der zuletzt im März für die US-Nationalmannschaft auflief, war einst als eines der größten Talente im amerikanischen Fußball gefeiert worden. Doch Verletzungen, Formschwankungen und interne Spannungen im Verband warfen ihn zurück. Der Wechsel von Borussia Dortmund zu Ligakonkurrent Mönchengladbach im Sommer 2025 kam daher für viele überraschend, doch für Reyna selbst war er ein Befreiungsschlag.
„Ich wollte einen Ort, an dem ich wieder regelmäßig spiele, mich entwickle und zeigen kann, was ich wirklich draufhabe“, sagte Reyna bei seiner Vorstellung im Borussia-Park. „Ich bin noch jung, aber ich weiß, dass ich Verantwortung übernehmen muss – auf dem Platz und darüber hinaus. Mein Ziel ist ganz klar: Ich will zurück in die Nationalmannschaft und die USA bei der Heim-WM vertreten.“
In Gladbach trifft Reyna auf ein Umfeld, das ideal für seine sportliche Wiederauferstehung scheint. Trainer Daniel Farke setzt auf offensiven Fußball, kreative Freiheit und junge Talente – eine Kombination, die Reyna zugutekommen dürfte. Bereits in den ersten Testspielen überzeugte der Offensivspieler mit Übersicht, Technik und Spielfreude. Seine Vielseitigkeit – er kann auf beiden Flügeln, als Zehner oder sogar im zentralen Mittelfeld agieren – macht ihn zu einem wertvollen Puzzlestück in Gladbachs Spielsystem.
Doch der Weg zurück ins US-Team ist kein Selbstläufer. Die Konkurrenz ist größer denn je. Spieler wie Christian Pulisic, Weston McKennie oder Yunus Musah haben sich fest etabliert. Der neue Nationaltrainer Gregg Berhalter II, Sohn des ehemaligen Coachs, betont zwar, dass „die Tür für jeden offen ist, der Leistung bringt“, doch er erwartet Konstanz – nicht nur Talent.
Reyna weiß das. Und genau deshalb geht er mit neuem Fokus an die Aufgabe. Er hat seine Ernährung umgestellt, einen Mentaltrainer engagiert und betont in Interviews immer wieder seine „neugefundene Disziplin“. In Mönchengladbach bekommt er die Bühne – nun liegt es an ihm, sie zu nutzen.
Ob Reyna den Sprung zurück in die Nationalmannschaft schafft, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Doch eines ist klar: Der junge Amerikaner hat das Feuer wieder entfacht. Und mit der Heim-WM 2026 am Horizont ist sein Traum größer als je zuvor – getragen von Talent, Wille und einem Neuanfang, der mehr sein könnte als nur ein Ve
reinswechsel.