St. Pauli erkämpft wildes 3:3 gegen zehn Dortmunder – packender Bundesliga-Auftakt voller Leidenschaft und Kampfgeist
Was für ein Auftakt in die neue Bundesliga-Saison! Der FC St. Pauli, zurück in der höchsten deutschen Spielklasse nach über einem Jahrzehnt, hat gleich am ersten Spieltag ein spektakuläres Zeichen gesetzt – mit einem mitreißenden 3:3-Unentschieden gegen Borussia Dortmund im ausverkauften Millerntor-Stadion. Vor 29.546 frenetischen Zuschauern entwickelte sich ein Spiel, das an Dramatik, Emotionen und Intensität kaum zu überbieten war.
Die Kiezkicker gingen hochmotiviert in die Partie – angefeuert von einer lautstarken Kurve, die bereits vor dem Anpfiff Gänsehaut erzeugte. Doch es waren zunächst die Gäste aus Dortmund, die mit ihrem Tempo-Fußball die Kontrolle übernahmen. In der 10. Minute erzielte Karim Adeyemi nach einem blitzschnellen Konter das 0:1. St. Pauli wirkte kurz geschockt – doch an Aufgeben dachte niemand.
Nur zehn Minuten später schlug der Aufsteiger zurück: Nach einem herrlich getretenen Eckball von Marcel Hartel köpfte Jakov Medić zum 1:1 ein. Das Millerntor bebte – und St. Pauli fand nun immer besser ins Spiel. Die Bälle wurden mutig nach vorne getragen, Zweikämpfe leidenschaftlich geführt, jeder Ballgewinn gefeiert wie ein Tor.
Die Wende schien in der 34. Minute zu kommen: Dortmunds Emre Can sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot, und St. Pauli nutzte die Überzahl eiskalt. Olakunle Daramy, der Neuzugang aus Kopenhagen, tanzte drei Dortmunder im Strafraum aus und traf zum viel umjubelten 2:1.
Doch Dortmund zeigte Moral: Noch vor der Pause glich Julian Brandt mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 2:2 aus. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem St. Pauli trotz Überzahl immer wieder in Bedrängnis geriet.
In der 63. Minute schien der Favorit die Partie zu drehen – Niclas Füllkrug verwandelte einen Elfmeter zur 2:3-Führung. Viele dachten nun, das Spiel sei gelaufen. Doch nicht so St. Pauli. Mit unbändigem Willen und getragen vom unaufhörlichen Support der Fans drängten die Gastgeber auf den Ausgleich – und wurden in der 88. Minute belohnt: Der eingewechselte Elias Saad fasste sich ein Herz, zog aus 25 Metern ab und versenkte den Ball unhaltbar im Winkel.
Trainer Fabian Hürzeler war nach dem Spiel sichtlich bewegt: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute gezeigt, dass wir in der Bundesliga nicht nur mitspielen, sondern mitreißen wollen. Die Fans haben uns getragen – das war Gänsehaut pur.“
Auch Dortmunds Coach Edin Terzić zollte Respekt: „St. Pauli hat mit Herz und Leidenschaft gespielt. In Unterzahl war es für uns natürlich schwer, aber das Unentschieden geht in Ordnung.“
Ein Saisonauftakt, der Lust auf mehr macht – voller Leidenschaft, Kampf und spektakulärer Momente. St. Pauli ist
zurück – und wie!