FC Bayern plant gezielte Defensiv-Verstärkungen – Fokus auf Stabilität vor Transferfenster
München – Beim FC Bayern München stehen vor dem kommenden Transferfenster entscheidende Wochen an. Nach einer Saison mit Höhen in der Offensive, aber wackeliger Defensivarbeit in Schlüsselspielen, hat sich die Vereinsführung um Sportvorstand Max Eberl und Trainer Thomas Tuchel auf die Fahne geschrieben, die Abwehr gezielt zu verstärken. Ziel: mehr Stabilität, körperliche Präsenz und taktische Variabilität im Abwehrzentrum sowie auf den Außenbahnen.
Analyse offenbart Schwächen
Die umfassende Saisonanalyse hat ergeben, dass vor allem in der Innenverteidigung Handlungsbedarf besteht. Trotz einzelner Glanzleistungen von Matthijs de Ligt und Kim Min-jae offenbarte die Defensive in Drucksituationen Schwächen im Stellungsspiel und in der Raumdeckung. Verletzungen, Formschwankungen und fehlende Tiefe im Kader sorgten in entscheidenden Phasen – etwa im Champions-League-Viertelfinale – für unnötige Gegentore.
> „Wir haben eine sehr gute Offensive – aber wir dürfen uns hinten nicht so oft in die Bredouille bringen“, erklärte Tuchel nach dem Saisonabschluss. „Ein Spitzenteam braucht eine Achse, auf die man sich verlassen kann – zu jeder Sekunde.“
Wunschkandidat: Marc Guéhi
Ganz oben auf der Wunschliste steht laut Vereinsnahen Kreisen Marc Guéhi von Crystal Palace. Der 24-jährige englische Nationalspieler überzeugte zuletzt mit starker Antizipation, Athletik und Führungsqualität – Eigenschaften, die den Bayern aktuell fehlen. Guéhi soll gemeinsam mit de Ligt die neue Stamm-Innenverteidigung bilden, während Kim als Rotationsspieler fungieren könnte.
Die Gespräche mit dem Londoner Klub laufen bereits. Die Ablösesumme soll sich auf rund 45 Millionen Euro belaufen – ein Betrag, den die Bayern bereit wären zu zahlen, sollte Guéhi den Wunsch äußern, in die Bundesliga zu wechseln.
Auch Außenverteidigung im Fokus
Neben dem Zentrum steht auch die rechte Abwehrseite im Fokus. Nach der Leihe von João Cancelo im Vorjahr konnte kein dauerhafter Ersatz gefunden werden. Noussair Mazraoui zeigte Licht und Schatten, während Josip Stanišić nach seiner Rückkehr von Bayer Leverkusen noch Eingewöhnungszeit benötigt. Eberl soll laut „Münchner Nachrichten“ ein Auge auf Jeremie Frimpong geworfen haben, der mit Tempo und Offensivdrang überzeugt.
Nachwuchs erhält Chancen
Parallel dazu betont Bayern die eigene Nachwuchsarbeit. Talente wie Tarek Buchmann oder Justin Janitzek sollen in der Vorbereitung bei den Profis mittrainieren – mit der realen Chance auf Kaderplätze, falls sich keine bezahlbaren Alternativen finden lassen.
Fazit
Der FC Bayern geht das Transferfenster mit klarer Strategie an: Qualität vor Quantität – vor allem in der Defensive. Nach dem Leitsatz „Titel werden in der Abwehr gewonnen“ will der Rekordmeister die Lücken schließen, die zuletzt zu oft zum Stolperstein wurden.
Die Bayern-Fans dürfen gespannt sein: Wird aus einem gut besetzten Team bald wieder eine unüberwindbare Festung – mit neuem, defensivem Fundament?