Niklas Süle vor dem Abschied – Borussia Dortmund plant wohl ohne den Innenverteidiger
Ein leises Ende deutet sich an für einen Spieler, der einst als großer Hoffnungsträger in die schwarz-gelbe Fußballwelt wechselte. Laut einem aktuellen Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) scheint Niklas Süle keine Zukunft mehr bei Borussia Dortmund zu haben. Sein Vertrag läuft noch bis 2026, doch es verdichten sich die Anzeichen, dass der BVB keine Pläne für eine langfristige Zusammenarbeit mehr mit dem Innenverteidiger hat – und stattdessen über einen vorzeitigen Abschied nachdenkt.
Süle kam im Sommer 2022 ablösefrei vom FC Bayern München – ein Transfercoup, der große Erwartungen weckte. Der 1,95 Meter große Verteidiger sollte die Defensive stabilisieren, Führungsqualitäten einbringen und mit seiner Erfahrung als Nationalspieler das Team auf ein neues Level heben. Doch knapp drei Jahre später steht ernüchternde Bilanz: Verletzungsanfälligkeit, fehlende Konstanz in der Leistung und wiederholte Kritik an seiner Fitness und Professionalität haben seinen Stellenwert im Kader zunehmend sinken lassen.
Intern soll es immer wieder Unzufriedenheit über Süles Trainingsengagement und körperliche Verfassung gegeben haben. Auch Trainer Edin Terzić setzte zuletzt häufiger auf andere Alternativen wie Mats Hummels, Nico Schlotterbeck oder gar Emre Can in der Innenverteidigung – ein deutliches Signal, dass Süle sportlich derzeit nur zweite Wahl ist.
Der Verein selbst äußert sich bislang nicht offiziell zu den Spekulationen, doch aus dem Umfeld des Klubs heißt es, dass ein Verkauf im kommenden Sommer angestrebt werden könnte, um Süles hohes Gehalt von der Gehaltsliste zu streichen und Platz für neue Spieler zu schaffen. Eine Vertragsverlängerung sei „zum jetzigen Zeitpunkt kein Thema“, heißt es weiter – eine klare Ansage.
Auch für Süle selbst stellt sich die Frage: Wie geht es weiter? Ein Verbleib beim BVB scheint unter den aktuellen Umständen wenig sinnvoll. Zwar betonte er in Interviews mehrfach, sich in Dortmund wohlzufühlen, doch seine sportliche Situation spricht eine andere Sprache. Angebote aus dem In- und Ausland sollen bereits eingegangen sein, darunter aus der Premier League und der italienischen Serie A. Ein Tapetenwechsel könnte der Schlüssel zu einem Neuanfang sein – sportlich wie persönlich.
Die Geschichte von Niklas Süle bei Borussia Dortmund ist damit auf dem besten Weg, ein Kapitel zu werden, das mit großen Hoffnungen begann, aber letztlich unvollendet bleibt. Sollte es zu einer Trennung kommen, wäre es kein dramatischer Bruch, sondern eher ein leiser, aber konsequenter Schnitt – einer, der für beide Seiten womöglich das Beste ist.
Fest steht: Die kommende Transferperiode wird zur Nagelprobe. Ob Süle Dortmund verlässt oder sich doch noch in den Vordergrund spielt, bleibt abzuwarten. Doch eins ist sicher – seine Zukunft beim BVB steht auf der Kippe wie nie zuvor.