Burkardts Fehlstart gefährdet Frankfurts Titelambitionen – 25-Millionen-Mann bleibt blass
Frankfurt am Main – Als Eintracht Frankfurt im Sommer Jonathan Burkardt für satte 25 Millionen Euro vom 1. FSV Mainz 05 verpflichtete, waren die Erwartungen hoch. Der 24-jährige Stürmer galt als einer der vielversprechendsten deutschen Angreifer seiner Generation. Mit seiner Dynamik, Technik und Torinstinkt sollte er der neue Anführer im Angriff der Hessen werden und die Mannschaft näher an Branchenprimus Bayern München heranführen. Doch nach den ersten Spieltagen der Saison 2025/26 ist von all dem wenig zu sehen – und die Geduld in Frankfurt beginnt zu schwinden.
Burkardt, der mit viel Vorschusslorbeeren an den Main kam, hat nach sieben Ligaspielen noch kein einziges Tor erzielt. Auch in den internationalen Wettbewerben blieb er bislang ohne nennenswerten Beitrag. In der Bundesliga wirkt er häufig abgemeldet, zu wenig eingebunden ins Kombinationsspiel, zu zögerlich im Abschluss. Während sich andere Neuzugänge wie der kroatische Mittelfeldstratege Luka Vranjković oder der französische Flügelspieler Amadou Diarra bereits bestens eingefügt haben, bleibt Burkardt ein Schatten seiner selbst.
Trainer Dino Toppmöller, der intern großen Anteil an der Verpflichtung des Angreifers hatte, nahm seinen Schützling zuletzt zwar öffentlich in Schutz, doch hinter den Kulissen mehren sich die kritischen Stimmen. „Natürlich braucht ein Spieler Zeit, sich an ein neues Umfeld zu gewöhnen“, sagte Toppmöller nach dem 0:1 gegen Stuttgart. „Aber wir sind Eintracht Frankfurt – wir haben Ambitionen. Und Ambitionen dulden keine langen Anlaufzeiten.“
Auch sportlich ist die Lage angespannt. Nach dem schwachen Saisonstart liegt Frankfurt mit nur elf Punkten aus sieben Spielen bereits sieben Zähler hinter Bayern München, das seinerseits souverän durch die Liga marschiert. Besonders bitter: In direkten Duellen mit vermeintlich kleineren Gegnern wie Heidenheim und Augsburg ließ die Eintracht Punkte liegen – Spiele, in denen ein treffsicherer Burkardt vielleicht den Unterschied gemacht hätte.
Medien berichten zudem, dass Burkardt selbst unter dem Druck leide. Internen Quellen zufolge spürt der gebürtige Darmstädter die enorme Erwartungshaltung in seiner Heimatregion stärker als gedacht. Einige Teamkollegen sollen bereits zur Führungsetage signalisiert haben, dass der Angreifer mental „blockiert“ wirke. Ein vertrauter aus seinem Umfeld meinte gar: „Er will zu viel auf einmal – und vergisst dabei, einfach Fußball zu spielen.“
Die Verantwortlichen bei der Eintracht hoffen weiterhin, dass der Knoten platzt – idealerweise im kommenden Topspiel gegen RB Leipzig. Eine weitere blasse Vorstellung könnte jedoch erste personelle Konsequenzen nach sich ziehen: In Frankfurt wird bereits laut über einen Systemwechsel oder gar eine Degradierung Burkardts auf die Bank nachgedacht.
Noch bleibt Zeit, den Fehlstart zu korrigieren. Doch eines ist klar: Will die Eintracht tatsächlich Bayern herausfordern, braucht sie einen Burkardt in Bestform – und zwar so schnell
wie möglich.