Ehemaliger Premier-League-Star demontiert Harry Kane: „Zwei Ex-Dortmunder waren kompletter!“
In einer überraschend scharfen Analyse hat der ehemalige Liverpool-Stürmer und Premier-League-Star Daniel Sturridge öffentlich erklärt, dass Englands Kapitän Harry Kane für ihn nicht zu den besten Stürmern der letzten Dekade gehört – zumindest nicht, wenn man ihn mit zwei ehemaligen Borussia-Dortmund-Angreifern vergleicht.
„Kane ist ein Top-Torjäger, keine Frage. Seine Zahlen sprechen für sich“, sagte Sturridge in einem Interview mit dem britischen Sportsender TalkBall. „Aber wenn ich an Stürmer denke, die das komplette Paket hatten – Tempo, Technik, Intelligenz, Kreativität – dann kommen mir Pierre-Emerick Aubameyang und Robert Lewandowski sofort in den Sinn. Beide waren bei Dortmund absolute Maschinen und haben ihre Klasse auch in anderen Ligen bewiesen.“
Die Aussage schlug hohe Wellen – besonders in England, wo Kane als Nationalheld und ewiger Torschützenkönig der Three Lions gefeiert wird. Doch Sturridge blieb bei seiner Meinung und unterfütterte sie mit konkreten Beispielen:
„Lewandowski war bei Dortmund schon überragend, aber das, was er bei Bayern abgeliefert hat, war Weltklasse pur. Er hat Spiele im Alleingang entschieden, sich gegen die besten Verteidiger Europas durchgesetzt und war in jeder Hinsicht ein kompletter Neuner. Kane ist da eindimensionaler – stark im Abschluss, ja, aber nicht auf dem Level eines Lewandowski, wenn es um das Spiel mit dem Rücken zum Tor oder das Kombinationsspiel auf engem Raum geht.“
Auch Aubameyang, dessen Karriere nach seinem Wechsel zum FC Arsenal und später zum FC Barcelona und Olympique Marseille nicht mehr ganz die Höhen erreichte, bekommt von Sturridge ein großes Lob: „Auba war bei Dortmund ein Phänomen. Dieser Speed, diese Explosivität – das war Angst einflößend für jede Abwehr. In seinen besten Jahren war er ein Albtraum für Verteidiger. Kane hat diese athletische Dimension nie gehabt.“
Besonders interessant ist der Zeitpunkt dieser Aussagen. Harry Kane steht aktuell bei Bayern München unter Vertrag und versucht, nach einer starken ersten Bundesliga-Saison (36 Tore in 32 Spielen), endlich seinen ersten großen Titel zu gewinnen. Die Erwartungshaltung ist hoch, die Kritik ebenso.
In Deutschland werden Sturridges Aussagen mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Während viele Experten die Qualitäten von Lewandowski und Aubameyang bestätigen, sehen sie Kane auf Augenhöhe – wenn nicht sogar darüber. „Kane hat ein überragendes Spielverständnis, ist ein Teamplayer und ein eiskalter Vollstrecker. Dass er noch keinen großen Titel hat, ist eher Pech als Qualitätsfrage“, kommentierte etwa der ehemalige Nationalspieler Stefan Effenberg.
Eins steht fest: Die Diskussion ist eröffnet – und wird nicht so schnell verstummen. Harry Kane hat nun eine weitere Motivation, sich in der neuen Saison zu beweisen. Vielleicht ja mit dem ersten Titel seiner Karriere – und einer Antwort auf dem Platz.