Hamann sicher: Bayern plant keine Zukunft mit Jackson – Dauerhafte Verpflichtung ausgeschlossen?
München – Dietmar Hamann, ehemaliger deutscher Nationalspieler und derzeit gefragter TV-Experte, hat sich erneut klar zur Kaderplanung des FC Bayern München geäußert. Im Fokus: der 24-jährige Offensivspieler Jackson, der aktuell auf Leihbasis in München spielt. Für Hamann steht fest: „Bayern ist nicht interessiert daran, Jackson dauerhaft zu verpflichten.“
Die Aussagen des Ex-Nationalspielers dürften bei Fans und Experten für Diskussionsstoff sorgen, denn Jacksons Leistungen in der laufenden Saison zeigen ein zweischneidiges Bild. Während der flinke Angreifer mit seiner Geschwindigkeit und Technik in einigen Spielen aufblitzen konnte, fehlte ihm bislang die Konstanz – und genau das scheint beim Rekordmeister ausschlaggebend zu sein.
„Er hat Anlagen, keine Frage. Aber das reicht bei einem Klub wie Bayern nicht. Du musst in jedem Spiel liefern, musst Verantwortung übernehmen und dich auf Top-Niveau behaupten. Ich sehe nicht, dass Jackson das aktuell leisten kann – und ich sehe auch nicht, dass Bayern ihm die Zeit geben wird, sich dahin zu entwickeln“, so Hamann im Gespräch mit Sky Sport Deutschland.
Jackson, der im vergangenen Sommer auf Leihbasis von einem Premier-League-Klub nach München kam, wurde ursprünglich als Perspektivspieler mit Entwicklungspotenzial geholt. Doch bisher konnte er die hohen Erwartungen der Vereinsführung offenbar nicht erfüllen. In 18 Pflichtspielen gelangen ihm lediglich drei Tore und zwei Vorlagen – zu wenig für einen Klub mit internationalen Ambitionen.
Bayern-intern soll es laut kicker-Informationen bereits Gespräche darüber geben, wie man den Kader zur kommenden Saison umstrukturieren will. Eine feste Verpflichtung Jacksons für die kolportierten 35 Millionen Euro Ablöse scheint dabei zunehmend unwahrscheinlich. Insbesondere der neue Trainerstab um Chefcoach Xabi Alonso soll klare Vorstellungen von einem flexibel einsetzbaren Offensivspieler haben – Jackson passe nicht in dieses Profil, heißt es aus Vereinskreisen.
Auch sportlich steht Jackson unter Druck. Mit der Rückkehr von verletzten Stammspielern und der geplanten Verpflichtung eines neuen Flügelspielers zur Winterpause dürfte seine Einsatzzeit weiter schrumpfen. Ein dauerhaftes Engagement beim deutschen Rekordmeister rückt damit in weite Ferne.
Jackson selbst äußerte sich zuletzt nur vage zu seiner Zukunft. In einem Interview mit einem britischen Sportportal sagte er: „Ich gebe mein Bestes hier. Was danach passiert, liegt nicht in meiner Hand.“ Worte, die sowohl Hoffnung als auch Abschied andeuten könnten.
Für Hamann hingegen ist die Sache klar: „Ich sehe Jackson eher zurück in England oder bei einem ambitionierten Mittelklasseklub in Spanien oder Italien. Bayern ist ein Kaliber zu groß für ihn – zumindest im Moment.“
Ob Hamann damit recht behält, wird sich wohl spätestens im kommenden Sommer zeigen. Fest steht: Die Zeit läuft gegen Jackson – und der FC Bayern plant seine Zukunft offenbar ohne ihn.