Dortmund siegt souverän: Schwarzgelb lässt dezimiertes Heidenheim mit 2:0 keine Chance
Am frühen Samstagabend war der Signal Iduna Park Schauplatz eines Spiels, das weniger durch Spannung als durch Dominanz glänzte. Borussia Dortmund, angetrieben von einer Kombination aus spielerischer Reife und taktischer Disziplin, bezwang den Aufsteiger 1. FC Heidenheim mit 2:0. Die Gäste mussten ab der 34. Minute in Unterzahl agieren – ein Umstand, der das Kräfteverhältnis endgültig kippen ließ.
Frühes Pressing, frühe Kontrolle
Von Beginn an war klar, wer das Spiel diktieren würde. Dortmund, mit einer leicht umgestellten Startelf – darunter der junge Julian Rijkhoff überraschend im Sturmzentrum – drängte Heidenheim tief in deren eigene Hälfte. Kapitän Emre Can zog im Mittelfeld die Fäden, während die Außenbahnen durch Donyell Malen und Karim Adeyemi für ständige Unruhe sorgten.
Bereits in der 17. Minute zahlte sich der Druck aus: Nach einem hohen Ballgewinn erlief Malen einen Steilpass von Brandt, tanzte zwei Verteidiger aus und schob eiskalt zur 1:0-Führung ein. Das Stadion tobte – die über 80.000 Fans wussten: Das war der Startschuss für einen langen Abend aus Heidenheimer Sicht.
Rote Karte bringt Vorentscheidung
In der 34. Minute folgte der Knackpunkt: Heidenheims Abwehrchef Patrick Mainka brachte Rijkhoff in letzter Not zu Fall. Der Schiedsrichter zückte nach kurzem Zögern glatt Rot – eine vertretbare Entscheidung. Ab diesem Moment agierten die Gäste nur noch mit zehn Mann, und ihre ohnehin schon defensive Ausrichtung wurde zur Überlebensstrategie.
Dortmund nutzte den Raum clever, ließ den Ball laufen und erzwang Fehler. Kurz vor der Pause dann das zweite Tor: Ein schnell ausgeführter Eckball von Brandt landete bei Hummels, dessen Kopfball zunächst abgewehrt wurde – doch Adeyemi war zur Stelle und drückte den Abpraller über die Linie (44.).
Zweite Hälfte: Verwaltung mit Stil
Nach der Pause ließ Dortmund den Ball zirkulieren, ohne das Tempo dauerhaft hochzuhalten. Trainer Terzić wechselte früh: Reus kam für Brandt, Bynoe-Gittens ersetzte Adeyemi. Heidenheim versuchte zaghaft, über Konter Nadelstiche zu setzen, blieb jedoch harmlos. Gregor Kobel im Dortmunder Tor erlebte einen nahezu beschäftigungslosen Abend.
Besonders auffällig: die Ruhe und Kontrolle, mit der Dortmund das Spiel nach Hause brachte. Keine überhasteten Abschlüsse, kein unnötiges Risiko – sondern eine reife Vorstellung, die andeutete, dass man aus den Rückschlägen der vergangenen Saison gelernt hat.
Fazit
Ein verdienter Sieg für den BVB, der mit nun drei Siegen in Folge Selbstvertrauen tankt. Heidenheim hingegen muss sich mit der Realität der Bundesliga auseinandersetzen – und damit, dass Fehler auf diesem Niveau eiskalt bestraft werden.
Ein souveräner, erwachsener Auftritt der Schwarzgelben – und ein Fingerzeig an die Konkurrenz: Dortmund ist bereit, diesmal ernsthaft um den Titel mitzureden.