„Müssen das Spiel in Ruhe analysieren“ – Hoeneß, Karazor und Demirović nach intensivem Auswärtsspiel beim SC Freiburg
Freiburg, 14. September 2025 – Nach einem umkämpften Bundesliga-Auswärtsspiel zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart, das mit einem 2:2-Unentschieden endete, äußerten sich VfB-Cheftrainer Sebastian Hoeneß, Kapitän Atakan Karazor und Torschütze Ermedin Demirović zur Partie im Europa-Park Stadion. Trotz des Punktgewinns herrschte beim VfB eine Mischung aus Enttäuschung und nüchterner Analyse – denn das Gefühl, mehr hätte drin sein können, begleitete Spieler und Trainer gleichermaßen.
„Wir müssen das Spiel in Ruhe analysieren“, erklärte Sebastian Hoeneß in der Pressekonferenz nach dem Abpfiff. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut ins Spiel gefunden, kontrolliert agiert und verdient das 1:0 gemacht. Aber dann lassen wir uns nach dem Ausgleich zu leicht aus der Ruhe bringen. In solchen Phasen müssen wir abgeklärter und reifer auftreten.“
Tatsächlich war der VfB zunächst die spielbestimmende Mannschaft. In der 18. Minute verwertete Ermedin Demirović eine sehenswerte Flanke von Josha Vagnoman per Kopf und brachte die Gäste verdient in Führung. Die mitgereisten Fans aus Stuttgart feierten lautstark, während Freiburg in dieser Phase kaum ins Spiel fand.
Doch der SC kämpfte sich zurück. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld kam Freiburg durch einen schnellen Umschaltmoment zum Ausgleich – Grifo verwandelte in der 34. Minute sicher. Nach der Pause wurde das Spiel zunehmend ruppiger und emotionaler. In der 56. Minute ging Freiburg durch einen abgefälschten Schuss mit 2:1 in Führung, ehe Demirović in der 74. Minute mit seinem zweiten Treffer des Tages den verdienten Ausgleich erzielte.
Kapitän Atakan Karazor, der wie gewohnt als Ballverteiler und Zweikämpfer im Zentrum agierte, zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch: „Wir haben Phasen im Spiel, in denen wir zu hektisch werden. Das 1:1 fällt zu einfach, da müssen wir besser stehen. Gleichzeitig haben wir Moral gezeigt, zurückzukommen – das spricht für die Mannschaft. Aber wir müssen die Fehler klar ansprechen.“
Auch Doppeltorschütze Demirović blickte mit gemischten Gefühlen auf das Spiel: „Natürlich freue ich mich über meine Tore, aber ich hätte lieber drei Punkte mitgenommen. Wir hatten genug Chancen, um den Sack zuzumachen. Freiburg ist nie einfach zu bespielen, trotzdem hätten wir heute gewinnen können.“
Trainer Hoeneß betonte, dass die Entwicklung der Mannschaft weiterhin im Fokus stehe: „Es ist eine junge Truppe, die aus solchen Spielen lernen muss. Solche intensiven Auswärtsspiele gehören zur Reifeprüfung. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen und welche Schlüsse wir daraus ziehen.“
Der VfB Stuttgart bleibt damit weiterhin in der oberen Tabellenhälfte, verpasste aber den möglichen Sprung auf einen Champions-League-Platz. Am kommenden Spieltag wartet mit Bayer Leverkusen ein weiteres Schwergewicht der Liga – und Hoeneß kündigte bereits an: „Wir werden die Woche nutzen, um uns bestmöglich vorzubereiten – mental wie taktisch.“