Gnabry-Vertragsverlängerung? Eberl stellt klar
Seit Wochen kursieren in der Fußballwelt Spekulationen um die Zukunft von Serge Gnabry beim FC Bayern München. Der 30-jährige Offensivspieler, der 2017 von Werder Bremen über Arsenal und Hoffenheim endgültig nach München kam, gilt nach wie vor als einer der technisch versiertesten und torgefährlichsten Flügelspieler des Rekordmeisters. Doch wieder einmal dreht sich die Diskussion um die Frage: Bleibt Gnabry langfristig an der Säbener Straße – oder könnte er seinen Vertrag nicht verlängern und sich nach neuen Herausforderungen umsehen?
Am Wochenende hat sich nun Sportvorstand Max Eberl in ungewohnter Deutlichkeit zu Wort gemeldet. Auf die Frage nach einer möglichen Vertragsverlängerung Gnabrys, dessen aktuelles Arbeitspapier noch bis Sommer 2026 läuft, antwortete Eberl: „Es gibt aktuell keinerlei Dringlichkeit. Serge hat einen gültigen Vertrag, er fühlt sich wohl, und wir sind in engem Austausch. Von irgendwelchen Konflikten oder einem Poker kann keine Rede sein.“
Damit trat der 50-Jährige den Gerüchten entgegen, wonach bereits ausländische Topklubs – darunter Vereine aus der englischen Premier League und der Serie A – den Kontakt zu Gnabrys Beratern gesucht hätten. Laut Berichten sollten insbesondere Manchester United und Juventus Turin ein Auge auf den deutschen Nationalspieler geworfen haben. Doch Eberl zeigte sich unbeeindruckt: „Wir lassen uns von Spekulationen nicht treiben. Gnabry weiß, was er an Bayern hat, und wir wissen, was wir an ihm haben.“
Sportlich ist der Offensivmann trotz Verletzungsproblemen in den vergangenen Jahren weiterhin ein wichtiger Faktor. In der abgelaufenen Saison erzielte Gnabry wettbewerbsübergreifend 12 Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor. Seine Vielseitigkeit – ob als Linksaußen, Rechtsaußen oder gelegentlich im Sturmzentrum – macht ihn für Trainer Vincent Kompany unverzichtbar. „Er ist ein Spieler, der in großen Spielen den Unterschied ausmachen kann. Sein Tempo, seine Abschlussstärke und seine Erfahrung sind enorm wichtig für uns“, hatte Kompany bereits im Sommer-Trainingslager betont.
Auch die Fans stehen nach wie vor hinter ihrem Star. In den sozialen Medien hatten viele Anhänger ihre Hoffnung geäußert, dass Gnabry seine Karriere in München langfristig fortsetzt. Vor allem nach seinen entscheidenden Toren in der Champions League in den letzten Jahren gilt er als einer, der in wichtigen Momenten Verantwortung übernimmt.
Finanziell ist die Lage klar: Mit einem geschätzten Jahresgehalt von rund 15 Millionen Euro gehört Gnabry bereits zu den Topverdienern im Kader. Eine weitere Gehaltsanpassung scheint derzeit nicht auf der Agenda zu stehen, vielmehr setzt der Verein auf Stabilität und Vertrauen. Eberl betonte: „Wir wollen nicht jedes Jahr über Vertragsverlängerungen sprechen. Wichtig ist, dass wir eine gemeinsame Perspektive haben – und die ist vorhanden.“
Die kommenden Monate dürften daher zunächst Ruhe in die Debatte bringen. Klar ist: Gnabry bleibt mindestens bis 2026 fester Bestandteil des Bayern-Kaders. Ob es darüber hinaus zu einer weiteren Verlängerung kommt, wird vor allem davon abhängen, wie sich seine sportliche Rolle und seine Verletzungsanfälligkeit entwickeln. Für den Moment hat Eberl jedoch die Gerüchteküche deutlich abgekühlt – und das Signal gesendet: Bayern vertrau
t auf Gnabry.