Kehl dementiert OP-Gerüchte um Chukwuemeka entschieden: „Völlig aus der Luft gegriffen!“
DORTMUND – Es war ein Dienstagmorgen wie jeder andere, bis plötzlich ein anonymer Bericht in den sozialen Medien die Runde machte: Der vielversprechende BVB-Neuzugang Carney Chukwuemeka stehe angeblich kurz vor einer Knieoperation, die ihn monatelang außer Gefecht setzen würde. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer, sorgte für Unruhe unter den Fans und ließ erste Spekulationen in der Boulevardpresse hochkochen.
Doch keine 24 Stunden später trat BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl vor die Kameras und machte kurzen Prozess mit den Gerüchten.
„Das ist kompletter Unsinn. Diese Geschichte ist völlig aus der Luft gegriffen – es gibt keine Operation, es gab keine medizinische Notwendigkeit, und Chukwuemeka trainiert ganz normal mit der Mannschaft. Ich frage mich ehrlich gesagt, wer ein Interesse daran hat, solche Geschichten zu streuen“, sagte Kehl in einem energischen Ton auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.
Laut Kehl sei der 21-jährige Mittelfeldspieler zwar in der Vorbereitung leicht angeschlagen gewesen, aber keineswegs ernsthaft verletzt. Die medizinische Abteilung des Vereins habe lediglich eine Vorsichtsmaßnahme ergriffen, indem man Chukwuemeka für ein Freundschaftsspiel geschont habe. Die daraus entstandene Story über eine angebliche OP sei „reine Spekulation ohne jede Grundlage“.
„Es ist schade, dass ein junger Spieler, der gerade dabei ist, sich in einem neuen Umfeld zu etablieren, auf diese Art in den Mittelpunkt negativer Schlagzeilen gezogen wird“, ergänzte Kehl. „Carney ist ein Profi durch und durch. Er fokussiert sich voll auf seine Entwicklung – und wir glauben fest an sein Potenzial.“
Chukwuemeka selbst zeigte sich ebenfalls irritiert über die Gerüchte. In einem kurzen Statement auf seinem Instagram-Account postete er ein Foto von sich im Training mit dem Kommentar: „Keine OP. Keine Sorgen. Nur Arbeit.“
Die Unterstützung der Fans ließ nicht lange auf sich warten. Unter dem Post sammelten sich binnen Stunden Tausende positive Kommentare. Viele lobten den jungen Engländer für seine Professionalität und wünschten ihm einen erfolgreichen Start in der Bundesliga.
Insiderquellen aus dem Verein vermuten, dass das Gerücht aus dem Umfeld eines rivalisierenden Clubs gestreut worden sein könnte – doch Beweise dafür gibt es bislang nicht. Klar ist nur: In Dortmund will man sich von solchen Nebenschauplätzen nicht beirren lassen.
„Wir lassen uns nicht manipulieren“, sagte Kehl zum Abschluss. „Wenn es medizinische Entwicklungen gibt, informieren wir transparent – aber wir werden keine erfundenen Geschichten kommentieren. Unser Fokus liegt auf dem Sport.“
Mit dieser deutlichen Stellungnahme scheint der Fall vorerst abgeschlossen – doch in der schnelllebigen Welt des Fußballs kann selbst ein fiktives Gerücht reale Wellen schlagen.