✈️🇮🇹 Ohne Anselmino nach Turin – Der Kader steht, der Traum lebt
Es war ein grauer, kühler Morgen, als sich die Mannschaft des FC Sternstadt am Flughafen versammelte. Der Himmel über der Stadt schien schwer, fast so, als würde er die Anspannung der Spieler widerspiegeln. Der Flug nach Turin sollte nicht nur der Beginn eines Europapokal-Abenteuers sein – sondern auch eine Charakterprüfung. Denn: Aaron Anselmino bleibt zu Hause.
Der junge Abwehrchef, erst 20 Jahre alt, hatte sich über die letzten Monate als einer der wichtigsten Spieler des Teams etabliert. Unaufgeregt, kompromisslos, klug – ein moderner Verteidiger mit der Reife eines Routiniers. Doch beim Abschlusstraining am Dienstag spürte er plötzlich ein Ziehen im Oberschenkel. Die medizinische Untersuchung bestätigte es: muskuläre Probleme, eine kurzfristige, aber nicht zu unterschätzende Verletzung. „Es ist bitter“, sagte Trainer Markus Lenz mit ernster Miene. „Gerade in einem Spiel dieser Größenordnung hätte ich auf Aarons Stabilität in der Abwehr gesetzt.“
Die Mannschaft musste umplanen – und das schnell. Anselminos Ausfall bedeutete mehr als nur eine Lücke in der Viererkette. Es war ein psychologischer Schlag. Doch gleichzeitig war es auch eine Chance: Eine Chance für andere, in seine Fußstapfen zu treten.
Im Mannschaftsbus auf dem Weg zum Flieger war die Stimmung ruhig, konzentriert. Kein lautes Gelächter, kein lockeres Geplänkel – nur fokussierte Blicke, Musik in den Kopfhörern, leises Taktikgeflüster zwischen den Reihen. Kapitän Lukas Brunner, ein Fels in der Brandung, hielt kurz vor dem Boarding eine kleine, inoffizielle Ansprache. Keine großen Worte – nur ein Versprechen: „Wir spielen für uns. Und für Aaron.“
Der Kader ist eine Mischung aus Erfahrung und jugendlicher Energie. Brunner, Zielinski, Huber – die alten Hasen. Doch auch Namen wie Max Ritter, 18, oder Miguel Santos, 19, stehen auf der Liste. Gerade für Ritter könnte es die Stunde des Durchbruchs werden. Der Innenverteidiger aus der eigenen Akademie hat in der Liga bereits überzeugt – nun könnte Turin sein erstes internationales Spiel werden. „Er ist bereit“, sagte Co-Trainer Semir Vukovic. „Und er weiß, was auf dem Spiel steht.“
In Turin angekommen, empfing die Mannschaft eine kühle Brise und blitzende Kameras. Medien, Fans, Reporter – sie alle warteten auf ein Statement. Doch die Antwort soll auf dem Platz erfolgen. Am Donnerstagabend, unter Flutlicht, in einem Stadion voller Geschichte.
Der FC Sternstadt ist Außenseiter – aber kein Opfer. Auch ohne Anselmino fliegt das Team mit klarer Mission: Kämpfen, überraschen, weiterkommen.
„Aaron hat uns gesagt: Geht raus und zeigt, dass wir mehr sind als nur elf Spieler – wir sind eine Einheit.“ Diese Worte hängen in der Kabine, auf einem handgeschriebenen Zettel.
Die Bühne ist bereitet. Turin wartet. Und Sternstadt ist bereit, Geschichte zu schreiben.