4:4-CHAOS IN TURIN! – Niko Kovač wütet nach epischem Champions-League-Drama
Ein Spiel, das Fußballherzen höherschlagen ließ – und gleichzeitig das Blut eines Trainers zum Kochen brachte: Borussia Dortmund und Juventus Turin trennten sich im ersten Gruppenspiel der Champions League mit einem wilden 4:4-Unentschieden, das wohl für lange Zeit in Erinnerung bleiben wird. Ein spektakuläres Offensivspektakel, das alles bot – Tore, Emotionen, Fehler, Wahnsinn.
Die Partie begann rasant. Schon in der 6. Minute brachte Federico Chiesa die Gastgeber mit einem wuchtigen Distanzschuss in Führung. Dortmunds Abwehr, zu diesem Zeitpunkt noch unsortiert, wirkte überrumpelt. Doch die Reaktion der Schwarz-Gelben ließ nicht lange auf sich warten: Julian Brandt egalisierte nur fünf Minuten später nach einem feinen Pass von Reus – 1:1.
Was folgte, war ein offener Schlagabtausch. Vlahović traf doppelt für Juve (22., 41.), jeweils nach kapitalen Fehlern im Dortmunder Aufbau. Doch Borussia schlug mit Wucht zurück: Füllkrug (45.+1) verkürzte noch vor der Pause, ehe Adeyemi mit einem Sololauf kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich erzielte – 3:3!
Die Partie kochte, das Tempo war atemberaubend. Manuel Locatelli schien in der 71. Minute mit einem abgefälschten Schuss das Spiel zugunsten der Italiener zu kippen. Die Fans der Alten Dame tobten. Doch dann, in der 88. Minute, das unglaubliche Comeback: Jamie Bynoe-Gittens, gerade erst eingewechselt, schlenzte den Ball sehenswert in den Winkel – 4:4!
Während die Fans auf den Tribünen ein Fußballfest feierten, war einer alles andere als zufrieden: Niko Kovač, Dortmunds Cheftrainer. Auf der Pressekonferenz ließ er seinen Emotionen freien Lauf.
> „So ein Spiel darfst du nicht so aus der Hand geben. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Vier Auswärtstore in Turin – das ist Wahnsinn. Aber vier Gegentore? Das ist fahrlässig, das ist nicht Champions-League-reif!“
Insider berichten von einer angespannten Stimmung in der Kabine. Kovač soll lautstark geworden sein, Namen wurden genannt, vor allem die Abwehrleistung stand massiv in der Kritik. Niklas Süle und Gregor Kobel gerieten offenbar aneinander – der Frust über verpasste Absprachen und individuelle Aussetzer war greifbar.
Trotz des Punktgewinns fühlte es sich für viele wie eine Niederlage an. „Wir waren besser, wir hatten das Spiel im Griff – und dann so etwas“, sagte Emre Can sichtlich enttäuscht.
Und doch: Für den neutralen Zuschauer war es ein magischer Abend. Ein Spiel, das zeigt, warum der Fußball so geliebt wird. Juventus und Dortmund lieferten ein Spektakel, das an legendäre Europapokalnächte erinnerte – mit acht Toren, wilder Dramatik und einem Ergebnis, das niemand vorhersehen konnte.
Die Gruppe ist damit früh offen. Eines ist sicher: Wenn Dortmund noch weiterkommen will, braucht es mehr defensive Stabilität – und weniger Chaos.