Die Sonne senkte sich langsam über die Allianz Arena, als die Fans ihre Plätze einnahmen, die Flaggen flatterten im Abendwind. Der Geruch von frisch gemähtem Rasen mischte sich mit dem Rauch bengalischer Feuer, und ein Knistern lag in der Luft, als auf beiden Seiten die Spieler aufs Feld traten. Es war mehr als nur ein Spiel – ein Wiedersehen, eine Herausforderung, eine Chance.
Bayern München – hochmotiviert, unverändert gegenüber dem zuletzt dominanten 5:0-Sieg gegen den HSV – standen in einer formationstaktisch klaren Aufstellung. Manuel Neuer hütete das Tor. Vor ihm: Laimer rechts, Upamecano und Tah als Innenverteidiger, Stanisic auf der linken Seite – da Raphaël Guerreiro verletzt ausfiel. Im Mittelfeld kontrollierten Joshua Kimmich und Pavlovic das Zentrum, während im kreativen Mittelfeld Michael Olise die Fäden zog. Gnabry wirbelte auf der rechten Außenbahn, Luis Díaz auf der linken, und ganz vorne: Harry Kane – der alte Torjäger, hungrig nach Champions-League-Momenten. Auf der Bank: Ulreich, Urbig, Minjae Kim, Goretzka, Nicolas Jackson (in dieser Saison von Chelsea ausgeliehen), Bischof, Boey, Kiala, Karl und Santos.
Chelsea dagegen – mit neuem Anlauf unter Trainer Enzo Maresca und dem Ehrgeiz, vergangene Fehler abzuschütteln – standen ebenfalls bereit. Robert Sánchez im Tor. Die Viererkette: Gusto rechts, Adarabioyo und Chalobah in der Mitte, Cucurella links. Davor: Reece James und Moisés Caicedo als etwas defensive Mittelfeldspieler; vorne zog Enzo Fernández die Fäden. Auf den Flügeln Tempo und Dribblings durch Pedro Neto und Cole Palmer, während João Pedro als einzige Spitze auf Tore lauerte. Auf der Ersatzbank: Garnacho, Estêvão, Buonanotte, George, Fofana, Jørgensen, Bynoe‑Gittens, Santos, Hato, Curd – alle bereit, das Blatt zu wenden.
Das Stadion bebte, als der Schiedsrichter die Pfeife erhob ‒ ein kurzes Innehalten, dann begann das Duell. Bayern mit frühem Druck: Stanisic dribbelte entlang der Linie, passte nach innen zu Gnabry, der verlagert auf Kane – doch Chelsea verteidigte kompakt. Auf der anderen Seite versuchte Palmer, unterstützt von Fernández, über schnelle Kombinationen hinter die Bayern‑Abwehr zu gelangen. Caicedo und James rannten, pressten, suchten Räume.
In den ersten zehn Minuten hallten die Rufe der Bayern‑Fans: „Mia san Mia!“ Doch Chelsea ließ sich nicht einschüchtern. Ein sauber gespielter Konter: Neto zog auf links an, passte scharf in den Strafraum, doch Kane grätschte – Klärung. Neuer war da, abgewehrt. Die ersten Karten flogen, Körperkontakt war hart, aber fair.
Bayern allerdings wirkten in Ballbesitz überlegen, bauten Angriffe über die Außen auf. Olise auf Rechts, Díaz auf Links – gelegentlich verschmolzen sie, zogen die Verteidiger auseinander. Kane wartete geduldig, suchte sein Moment, sein Abschluss. Chelsea lauerte auf Konter, Palmer und Pedro Neto hektisch, aber gefährlich.
Als die Halbzeit näher rückte, nahm das Tempo zu. Ein Freistoß von Kimmich – in den Strafraum – der Ball wird abgewehrt, doch Olise hält nach, der Nachschuss wird geblockt. Kurz darauf Chance Chelsea: Fernández mit einer schlanken Drehung, Schuss – Neuer taucht ab. Die Menge atmete, jeder Augenblick schien zu zählen.
Der Abpfiff zur Halbzeit – 0:0. Doch es lag Kaftstoff in der Luft. Bayern dominant, aber ohne Durchbruch; Chelsea entschlossen, kompakt, mit Hoffnung. In der Kabine wurden Stimmen laut – Taktik, Konzentration, Geduld.