Borussia Dortmund plant milliardenschwere Renovierung des Signal Iduna Parks: Vision einer Fußballarena der Zukunft
DORTMUND – Borussia Dortmund hat offiziell Pläne zur umfassenden Renovierung des Signal Iduna Parks bekanntgegeben. In einer mit Spannung erwarteten Pressekonferenz am Donnerstagmorgen präsentierten Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Architektenteam Krause & Partner ein ambitioniertes Konzept, das nicht nur die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur vorsieht, sondern den traditionsreichen Fußballtempel in eine der fortschrittlichsten Arenen Europas verwandeln soll.
Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf rund 1,2 Milliarden Euro – ein gewaltiges Vorhaben, das durch eine Kombination aus Vereinsrücklagen, strategischen Investoren sowie einem neu geschaffenen Anleihenmodell für Fans finanziert werden soll. Der Umbau ist auf fünf Jahre angesetzt und wird in mehreren Etappen erfolgen, sodass der Spielbetrieb nicht unterbrochen werden muss. Bis spätestens Sommer 2028 soll der neue Signal Iduna Park in voller Pracht erstrahlen.
„Wir modernisieren nicht nur Beton und Technik – wir investieren in die Zukunft unseres Vereins und seiner Millionen Fans weltweit“, betonte Watzke. Die geplanten Maßnahmen reichen von einer vollständigen Überdachung aller Tribünen mit nachhaltiger Solartechnologie bis hin zur Erweiterung der Südtribüne, der legendären „Gelben Wand“, die künftig Platz für 30.000 Stehplätze bieten soll – ein Novum im europäischen Vereinsfußball.
Darüber hinaus sieht der Plan den Ausbau der digitalen Infrastruktur vor: 5G-Abdeckung, ein vollintegriertes Stadion-App-System, biometrische Zugangskontrollen und ein „Fan Experience Center“ mit Virtual-Reality-Zonen sollen den Besuch zu einem interaktiven Erlebnis machen. Die VIP-Bereiche werden neu gestaltet, wobei besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit gelegt wird. Selbst die Rasenheizung soll künftig durch ein unterirdisches Geothermie-System betrieben werden.
Ein zentrales Anliegen der Verantwortlichen ist es, die Identität des Stadions zu bewahren. Der Verein betonte mehrfach, dass trotz aller technischen und architektonischen Innovationen der „Charakter der Festung an der Strobelallee“ erhalten bleiben solle. Das neue Design orientiert sich daher bewusst an den ursprünglichen Konturen des Westfalenstadions aus dem Jahr 1974.
Die Fans reagierten überwiegend positiv, auch wenn es vereinzelt Kritik an den hohen Kosten und der möglichen Kommerzialisierung gab. Fan-Initiativen wie „Südtribüne bleibt unantastbar“ fordern Transparenz und Mitsprache, insbesondere bei Fragen zur Ticketpreisgestaltung und zur Wahrung der Fankultur.
Sollte das Projekt wie geplant umgesetzt werden, könnte der Signal Iduna Park zum Leuchtturm-Projekt des deutschen Fußballs werden – ein Stadion, das Tradition und Innovation auf bislang ungeahnte Weise vereint. Borussia Dortmund sendet damit ein starkes Signal: Der Verein blickt nach vorn, ohne seine Wurzeln
zu vergessen.