TV-Experte kritisiert BVB-Elfmeterregelung: „Keine Diskussion erlaubt“
Borussia Dortmund sorgt nicht nur auf dem Platz für Schlagzeilen, sondern auch abseits davon. Nach dem jüngsten Bundesliga-Spiel entbrannte eine Debatte um die Elfmeterregelung im Team des BVB – genauer gesagt um die Frage, wer künftig die Verantwortung vom Punkt übernehmen soll. Ein bekannter TV-Experte sparte dabei nicht mit deutlichen Worten und kritisierte den Klub scharf: „Es darf keine Debatte geben. Eine klare Hierarchie ist zwingend notwendig.“
Hintergrund der Diskussion
Im Spiel gegen einen direkten Ligakonkurrenten bekam der BVB in der zweiten Halbzeit einen Strafstoß zugesprochen. Überraschenderweise trat nicht der nominelle Elfmeterschütze an, sondern ein Mitspieler, der den Ball selbstbewusst nahm und verschoss. Dieser Vorfall führte zu hitzigen Diskussionen innerhalb der Mannschaft und in den Medien. Fans und Experten warfen dem Team mangelnde Klarheit in einer solch entscheidenden Situation vor.
Der TV-Experte, ein ehemaliger Nationalspieler mit Bundesliga-Vergangenheit, äußerte sich im Studio unmissverständlich: „Ein Klub wie Borussia Dortmund darf sich solche Szenen nicht leisten. Das ist ein Zeichen von Unordnung und mangelnder Führung auf dem Platz.“
Die Rolle des Trainers
Trainer Nuri Şahin, seit Anfang des Jahres in der Verantwortung, stellte sich nach dem Spiel den Fragen der Presse. Er verteidigte die Spieler und betonte, dass es intern klare Absprachen gebe. „Wir haben eine Liste, und die Spieler wissen genau, wer die Verantwortung trägt. In der Hitze des Gefechts entstehen manchmal andere Dynamiken, das passiert in jeder Mannschaft“, erklärte Şahin.
Dennoch konnte er nicht verhindern, dass der Vorfall medial Wellen schlug. Die Expertenrunde im TV-Studio sah darin ein Symptom für ein tiefer liegendes Problem: fehlende Führungsstärke einzelner Spieler auf dem Feld. „Wenn man um Titel kämpfen will, muss in so einer Situation jeder wissen, wer zuständig ist – ohne Diskussion, ohne Gesten, ohne Chaos“, hieß es weiter.
Stimmen aus dem Umfeld
Auch ehemalige BVB-Größen meldeten sich zu Wort. Ex-Kapitän Sebastian Kehl, inzwischen Sportdirektor, stellte klar: „Wir werden die Sache intern besprechen. Es darf nicht sein, dass wir Punkte durch Unsicherheiten bei Standards liegen lassen.“
Fans reagierten in den sozialen Netzwerken teils empört, teils mit Verständnis. Während einige forderten, dass ein erfahrener Spieler wie Marco Reus oder Niclas Füllkrug die Verantwortung übernehmen müsse, plädierten andere für mehr Mut und Flexibilität. „Jeder, der sich sicher fühlt, sollte schießen dürfen – aber er muss dann auch treffen“, lautete ein Kommentar.
Fazit
Die Debatte um die Elfmeterregelung beim BVB zeigt einmal mehr, wie sehr Kleinigkeiten im Spitzenfußball über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Während die sportliche Leistung der Mannschaft derzeit positiv bewertet wird, offenbaren solche Momente strukturelle Schwächen. Der TV-Experte brachte es im Studio auf den Punkt: „Ein klarer Elfmeter-Schütze ist kein Luxus, sondern Pflicht. Alles andere ist unnötiges Risiko.“
Ob der BVB in den kommenden Spielen eine eindeutige Lösung präsentieren wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Die Diskussion um Verantwortung, Hierarchie und Führung im Team ist damit neu entfacht.