Zwischen Vergangenheit und Zukunft: Upamecano spricht über seine Bayern-Rückkehr
Er war einst als Abwehrgigant zum FC Bayern München geholt worden – schnell, physisch stark, kompromisslos in den Zweikämpfen. Dayot Upamecano, der französische Innenverteidiger, galt als das nächste große Abwehrversprechen, als er 2021 von RB Leipzig zum deutschen Rekordmeister wechselte. Doch drei Jahre später hat sich das Bild gewandelt: Verletzungen, Formschwankungen und starke Konkurrenz führten dazu, dass Upamecano im Sommer 2025 auf Leihbasis zum Premier-League-Klub Aston Villa wechselte.
Jetzt, wenige Monate nach dem Start seiner Leihe, hat sich der 26-Jährige erstmals offen über seine Zukunft geäußert – und seine Worte lassen aufhorchen.
> „Ich bin immer noch Bayern-Spieler – und das mit Stolz“, sagte Upamecano in einem Interview mit dem französischen Sportsender RMC Sport. „Die Leihe ist eine Chance für mich, zu zeigen, wer ich wirklich bin. Ich will zurückkommen – stärker, reifer und bereit, um wieder in München zu kämpfen.“
Der Wechsel nach England kam für viele überraschend. Zwar hatte Upamecano unter Trainer Vincent Kompany einen schweren Stand in der Vorbereitung, doch intern galt er weiterhin als wichtiger Kaderspieler. Dennoch einigte man sich auf eine einjährige Leihe ohne Kaufoption – ein deutliches Signal, dass Bayern die Tür für eine Rückkehr offenhält.
Bei Aston Villa hat sich Upamecano inzwischen zum Abwehrchef gemausert. In 9 Ligaspielen wurde er sechs Mal zum „Man of the Match“ gewählt, und Fans feiern ihn als „French Wall“. Besonders beeindruckend: seine neu gewonnene Ruhe im Spielaufbau und sein verbessertes Stellungsspiel – lange Zeit seine größten Schwächen in der Bundesliga.
> „In München wurde ich oft zu hart kritisiert“, sagt er. „Ich bin noch jung, habe Fehler gemacht – aber ich habe aus ihnen gelernt.“
Die Frage, die nun viele beschäftigt: Wird er im Sommer 2026 zu den Bayern zurückkehren?
Bayerns Sportdirektor Max Eberl äußerte sich kürzlich kryptisch: „Wir beobachten Dayot sehr genau. Er zeigt, was in ihm steckt. Die Entscheidung über seine Zukunft fällt im Frühjahr.“
Auch Kapitän Joshua Kimmich, selbst zuletzt mit einem Wechsel in Verbindung gebracht, äußerte sich lobend: „Dayot hat sich nie aufgegeben. Das ist die Mentalität, die wir bei Bayern brauchen.“
Upamecano selbst lässt keinen Zweifel an seinem Ziel:
> „Ich habe das Bayern-Trikot nie als selbstverständlich angesehen. Wenn ich zurückkomme, dann nicht, um auf der Bank zu sitzen – sondern um zu führen.“
Ob er diese Chance bekommt, hängt von vielen Faktoren ab – unter anderem von Bayerns Transferplänen, der Entwicklung junger Talente wie Matteo Moretti und der Rückkehr von Abwehrboss Matthijs de Ligt.
Doch eines steht fest: Dayot Upamecano hat sein Kapitel bei Bayern noch nicht geschlossen. Im Gegenteil – er schreibt gerade an einem Comeback, das eindrucksvoller kaum sein könnte.