Taktisches Kräftemessen: Bestätigte Aufstellungen von Frankfurt und Union versprechen intensives Sonntagsduell
Am frühen Sonntagnachmittag ist es soweit: Eintracht Frankfurt empfängt Union Berlin im Deutsche Bank Park – und die bestätigten Aufstellungen zeigen, dass beide Trainer klare Signale setzen. Die Aufstellungen lesen sich wie ein taktischer Fingerzeig für ein Spiel, das nicht nur drei Punkte, sondern auch ein Stück Selbstverständnis bedeuten könnte – für beide Klubs.
Frankfurt mit mutigem 3-4-2-1 – Toppmöller setzt auf Variabilität
Dino Toppmöller überrascht nicht mit dem System, aber mit der Besetzung: Im Zentrum der Dreierkette steht Routinier Robin Koch, flankiert von Pacho und dem jungen Bouneb. Der zuletzt angeschlagene Trapp kehrt ins Tor zurück, was für Stabilität sorgt. Auf den Außenbahnen sollen Buta und Max das Spiel breit machen, während im Zentrum Skhiri und Götze die Fäden ziehen.
Doch der Clou liegt eine Linie weiter vorn: Mit Chaïbi und Knauff hinter Stoßstürmer Marmoush bringt Toppmöller viel Tempo, Technik und taktische Flexibilität – ein klares Signal, dass Frankfurt von Beginn an Druck machen will. „Wir wollen Union in Bewegung bringen, sie aus der Ordnung reißen“, ließ der Trainer im Vorfeld durchblicken.
Union Berlin: Fischer überrascht mit Doppelspitze
Urs Fischer kontert mit einer Systemanpassung: Statt des gewohnten 3-5-2 läuft Union heute in einem 3-4-1-2 auf. In der Offensive beginnt Neuzugang Hollerbach überraschend an der Seite von Kevin Volland – Becker bleibt zunächst draußen. Kapitän Trimmel startet auf der rechten Schiene, während Juranovic zunächst auf der Bank Platz nimmt.
Im zentralen Mittelfeld agieren Khedira und Haberer, während Laïdouni in einer freieren Rolle als Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff agieren soll – eine Position, die er im Training stark interpretierte. In der Abwehr vertraut Fischer auf sein altbewährtes Trio: Knoche, Leite und Doekhi.
Zwei Trainer, zwei Philosophien – ein brisantes Spiel
Dieses Spiel ist mehr als nur ein Frühschoppen für Taktikfreunde: Während Frankfurt den Ballbesitz sucht und mit Bewegung Lücken reißen will, setzt Union auf Kompaktheit, Umschaltspiel – und gezielte Nadelstiche. Die Aufstellungen zeigen, dass beide Trainer taktisch mutig agieren, aber ihre Handschrift klar erkennbar bleibt.
Im Fokus steht auch das Duell der Sechser: Skhiri gegen Khedira – zwei Abräumer, die das Spiel lesen wie kaum ein anderer. Wer hier die Kontrolle gewinnt, könnte das gesamte Spiel diktieren.
Ein Spiel mit richtungsweisendem Charakter
Beide Teams brauchen die Punkte. Frankfurt will oben dranbleiben, Union endlich wieder Konstanz finden. Die Spannung steigt – und die bestätigten Aufstellungen lassen ein intensives, kampfbetontes Spiel mit taktischer Finesse erwarten.
Der Sonntag beginnt mit einem Statement. Jetzt liegt es an den Spielern, daraus ein sportliches Ausrufezeichen zu machen.