Explosives Comeback: Jamal Musiala entfacht Ekstase bei Bayern-Fans mit triumphaler Rückkehr in die Allianz Arena
MÜNCHEN – Die Allianz Arena bebte. Nicht wegen eines Champions-League-Krachers oder eines Derbys, sondern wegen der Rückkehr eines verlorenen Sohnes: Jamal Musiala. Nach monatelanger Verletzungspause – einer hartnäckigen Muskelverletzung, die ihn fast die komplette Rückrunde der vergangenen Saison gekostet hatte – feierte der 22-Jährige am Samstagabend gegen RB Leipzig sein sehnsüchtig erwartetes Comeback. Und wie.
Es dauerte genau 12 Minuten, bis Musiala zeigte, warum er als eines der größten Talente im Weltfußball gilt. Nach einem Doppelpass mit Harry Kane auf Höhe des Strafraums ließ er zwei Leipziger Verteidiger mit einem tänzerischen Übersteiger ins Leere laufen, bevor er den Ball unhaltbar ins rechte obere Eck schlenzte. Die Fans rissen die Arme hoch, Bengalos loderten im Mittelrang, und selbst Trainer Vincent Kompany, sonst ein Fels in der Brandung, ballte an der Seitenlinie die Faust.
„Ich habe die Atmosphäre so vermisst“, sagte Musiala nach dem Spiel mit glänzenden Augen. „Es war eine schwere Zeit, aber ich habe jeden Tag für diesen Moment gearbeitet.“
Die Bayern gewannen am Ende mit 3:1 – ein Ergebnis, das durch Musialas Magie mehr war als nur drei Punkte. Es war eine Botschaft. Eine Botschaft an die Liga, an Europa, an jeden, der gedacht hatte, dass der junge Spielmacher nach der Verletzung erst langsam wieder Tritt fassen würde. Fehlanzeige.
Schon während der ersten Hälfte war er der Taktgeber, dirigierte das Mittelfeld mit einer Mischung aus Eleganz, Übersicht und Tempo. Die Leipziger konnten ihn meist nur mit Fouls stoppen – und selbst das reichte oft nicht. In der 67. Minute holte er den Elfmeter heraus, den Kane souverän zum 2:1 verwandelte. Den Schlusspunkt setzte Leroy Sané, aber das Spiel gehörte nur einem: Musiala.
Mit 54 Ballaktionen, einer Passquote von 91 % und vier erfolgreichen Dribblings war er statistisch wie optisch der auffälligste Akteur. Die Fans sangen bereits in der 80. Minute seinen Namen, während die „Mia san Mia“-Chöre durch die Arena hallten.
Es war mehr als nur ein sportliches Comeback – es war ein emotionales Heimkommen. Die Allianz Arena wurde zum Tempel, Musiala zum Priester eines Spiels, das in Erinnerung bleiben wird.
Wenn er fit bleibt, dürfte der FC Bayern in dieser Saison wieder ganz vorne angreifen – nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in Europa. Und Jamal Musiala? Der hat eindrucksvoll bewiesen: Er ist nicht nur zurück. Er ist besser denn je.