Erleichterung beim FC Bayern: Keine Verletzung bei Kim Min-jae nach starkem Comeback gegen Hoffenheim
Sinsheim – Kim Min-jae ist zurück – und wie! Nach fünf Monaten Zwangspause stand der südkoreanische Innenverteidiger des FC Bayern München am vergangenen Wochenende erstmals wieder in der Startelf und überzeugte beim 3:0-Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim mit einer souveränen Vorstellung in der Defensive. Noch wichtiger für die Bayern: Eine anschließende medizinische Untersuchung am Sonntag ergab keine Verletzung – der 28-Jährige ist körperlich voll belastbar.
Der Einsatz von Kim war im Vorfeld von Spannung begleitet. Nach seiner Muskelverletzung im April und einem langwierigen Aufbauprozess hatten viele Fans und Experten Zweifel, ob der Südkoreaner wieder an seine alte Form anknüpfen könne. Doch Kim belehrte alle Kritiker eines Besseren: Mit präzisem Stellungsspiel, kompromissloser Zweikampfführung und beeindruckender Ruhe am Ball war er einer der auffälligsten Akteure auf dem Platz.
Schon nach wenigen Minuten setzte er ein erstes Ausrufezeichen, als er einen gefährlichen Konter der Hoffenheimer mit einem energischen Sprint und einem sauberen Tackling unterband. Auch in der Luft war Kim wie gewohnt dominant – kein einziger Kopfball im eigenen Strafraum ging verloren. Seine Spieleröffnung wirkte kontrolliert und zielstrebig, mehrfach leitete er mit vertikalen Pässen Umschaltmomente ein.
Trainer Vincent Kompany zeigte sich nach der Partie hochzufrieden: „Kim hat heute gezeigt, warum er einer der besten Innenverteidiger Asiens – wenn nicht Europas – ist. Nach so einer langen Pause mit dieser Präsenz zurückzukommen, ist alles andere als selbstverständlich.“
Für einen kurzen Moment stockte allerdings allen Beteiligten der Atem: In der 74. Minute blieb Kim nach einem Zweikampf am Boden liegen und fasste sich an den Oberschenkel – exakt jene Stelle, die ihn monatelang außer Gefecht gesetzt hatte. Teamärzte eilten aufs Feld, doch nach kurzer Behandlung konnte er weiterspielen. Zur Sicherheit wurde am Sonntag eine MRT-Untersuchung in der Münchner Praxis von Vereinsarzt Dr. Müller-Wohlfahrt durchgeführt. Das Ergebnis: kein Befund. Weder Muskelfaserriss noch Reizung – nur eine leichte Prellung, wie der Verein mitteilte.
„Es war ein kleiner Schreckmoment, aber ich habe sofort gemerkt, dass nichts Schlimmes passiert ist“, sagte Kim selbst nach dem Spiel. „Ich fühle mich stark, bin glücklich wieder auf dem Platz zu stehen und will der Mannschaft helfen, wieder Titel zu gewinnen.“
Die Rückkehr von Kim kommt für die Bayern zur rechten Zeit. In einer Phase, in der Dayot Upamecano mit Wechselabsichten kokettiert und Matthijs de Ligt erneut muskuläre Probleme plagen, könnte der Südkoreaner zur zentralen Figur in der Abwehr werden – nicht nur physisch, sondern auch als Führungspersönlichkeit.
Mit diesem Comeback sendet Kim Min-jae ein klares Signal: Er ist zurück – fit, fokussiert und bereit, wieder Verantwortung zu übernehmen.