Bayerns Zukunft auf dem Platz: 15-jähriger Filip Pavic trainiert mit der ersten Mannschaft vor Bremen-Duell
München – Große Bühne für ein junges Talent: Der erst 15-jährige Filip Pavic sorgt derzeit an der Säbener Straße für Aufsehen. Im Vorfeld des Bundesliga-Spiels gegen Werder Bremen am Freitag durfte das Ausnahmetalent aus der U17 des FC Bayern mit der Profimannschaft trainieren – und das nicht nur zum Zuschauen. Pavic war voll in die Einheiten integriert und hinterließ bei Trainern und Mitspielern einen bleibenden Eindruck.
Pavic, der seit seinem zwölften Lebensjahr das Trikot der Münchner Jugendmannschaften trägt, gilt als eines der vielversprechendsten Talente der Bayern-Akademie. Der technisch versierte offensive Mittelfeldspieler hat in dieser Saison bereits neun Tore und sieben Assists für die U17 erzielt – Zahlen, die selbst in einem Klub wie dem FC Bayern nicht unbemerkt bleiben.
Julian Nagelsmann, aktuell in engem Austausch mit dem Nachwuchsbereich, beobachtete Pavic persönlich während mehrerer Jugendspiele. Nun folgte die Einladung zum Training mit den Großen – eine Ehre, die nicht vielen in diesem Alter zuteilwird. „Er hat das gewisse Etwas“, sagte ein Insider aus dem Trainerteam. „Klar, körperlich muss er noch wachsen, aber sein Spielverständnis und seine Ruhe am Ball sind beeindruckend.“
Während der Einheit spielte Pavic in verschiedenen Offensivrollen, häufig als „Zehner“ hinter den Spitzen. In einem Trainingsspiel gegen die A-Elf zeigte er keine Scheu, suchte das Dribbling gegen gestandene Profis wie Joshua Kimmich und Leon Goretzka und konnte sogar ein Tor vorbereiten. Szenenapplaus von der Seitenlinie inklusive.
Auch Kapitän Manuel Neuer nahm sich nach dem Training Zeit für den Youngster. „Ich war in deinem Alter auch ehrgeizig, aber Geduld ist genauso wichtig wie Talent“, sagte er Pavic laut einem Beobachter. Solche Momente bleiben unvergessen – und können einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung eines Nachwuchsspielers haben.
Ob Pavic bereits im Kader für das Bremen-Spiel stehen wird, ist unwahrscheinlich. Noch fehlt ihm die Spielberechtigung für den Profibereich, und die Verantwortlichen wollen ihn behutsam aufbauen. Doch allein die Trainingseinladung gilt als klares Zeichen: Filip Pavic ist auf dem Radar der ersten Mannschaft – und das mit gerade einmal 15 Jahren.
Max Eberl lobte den Nachwuchsspieler in einem kurzen Statement: „Filip ist ein spannendes Talent. Wir werden seinen Weg sehr genau begleiten.“ Auch im Campus spricht man längst von einem „neuen Musiala“, wobei Vergleiche im Klub intern bewusst vermieden werden, um keinen unnötigen Druck aufzubauen.
Eines aber ist klar: Wenn Pavic so weitermacht, könnte sein Name schon bald regelmäßig in der Allianz Arena zu hören sein – nicht als Zuschauer, sondern als Teil der Mannschaft.